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pts20260602016 in Leben

Radikalisierungs- und Extremismusprävention: Innenministerium kooperiert mit Hochschule Burgenland

Gemeinsame Projekte, digitaler Wissenstransfer und praxisnahe Präventionsarbeit


Eisenstadt (pts016/02.06.2026/10:00)

Ein Studierendenprojekt hat überzeugt: Das Bundesministerium für Inneres unterzeichnete eine längerfristige Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule Burgenland. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst und der Masterstudiengang E-Learning und Wissensmanagement setzen zukünftig auf gemeinsame Projekte, digitalen Wissenstransfer und praxisnahe Präventionsarbeit

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Burgenland und die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) haben eine Kooperationsvereinbarung im Bereich der Radikalisierungs- und Extremismusprävention unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, durch wissenschaftlich fundierte und zugleich praxisnahe Projekte einen nachhaltigen Beitrag zur Prävention von Radikalisierung, Extremismus und Terrorismus zu leisten.

Studierendenprojekt mit nachhaltigen Folgen

Den Anstoß für die Kooperation gab ein erfolgreiches Praxisprojekt von Studierenden des Masterstudiengangs E-Learning und Wissensmanagement. Studierende dieses Studiengangs arbeiten im zweiten und dritten Studiensemester in Kleingruppen an Praxisprojekten für reale Auftraggeber. Im konkreten Fall entwickelten sie für die DSN und die Sicherheitsakademie des Bundesministeriums für Inneres einen interaktiven, barrierefreien E-Learning-Kurs zur Radikalisierungs- und Extremismusprävention für Bedienstete. Dieser soll ein einheitliches Grundverständnis vermitteln und gleichzeitig die Handlungssicherheit im beruflichen Alltag stärken. Der modular aufgebaute Kurs kann zeit- und ortsunabhängig absolviert und bei Bedarf auf weitere Zielgruppen und Ressorts ausgeweitet werden.

Im Fokus der neuen Kooperationsvereinbarung steht dementsprechend insbesondere die Entwicklung von digitalen Präventionsformaten wie E-Learning-Angeboten, interaktiven Lernmodulen und Schulungsmaterialien. Die Projekte sollen im Rahmen von Lehrveranstaltungen, Projektarbeiten und Masterarbeiten entwickelt und gemeinsam mit der DSN fachlich begleitet werden.

Innovative Lösungen für die praktische Anwendung

Die Zusammenarbeit verbindet die sicherheitsbehördliche Expertise der DSN mit der didaktisch-technologischen Kompetenz der Hochschule Burgenland. Dadurch sollen innovative Lösungen entstehen, die nicht nur im Hochschulkontext, sondern auch darüber hinaus anwendbar sind.

"Radikalisierung und Extremismus entwickeln sich zunehmend auch in digitalen Räumen. Umso wichtiger ist es, Präventionsarbeit laufend weiterzuentwickeln und mit wissenschaftlicher Expertise zu verbinden. Die Kooperation mit der Hochschule Burgenland unterstützt uns in der Möglichkeit, aktuelle Themen praxisnah aufzubereiten und innovative Präventionsansätze zu entwickeln, die direkt in der Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen Wirkung entfalten können", sagt DSN-Direktorin Sylvia Mayer.

Auch an der Hochschule wird die Kooperation als wichtiger Schritt gesehen, um Studierenden reale gesellschaftliche Herausforderungen zugänglich zu machen. "Unsere Studierenden entwickeln nicht nur Lerninhalte für die Theorie, sondern arbeiten an Aufgabenstellungen mit unmittelbarem Praxisbezug. Sie kooperieren mit staatlichen Einrichtungen, bringen wissenschaftliche Methoden ein und gestalten digitale Präventionsangebote, die auf reale Bedarfe reagieren. Genau diese Verbindung von Lehre, Forschung und gesellschaftlicher Verantwortung macht den besonderen Mehrwert dieser Zusammenarbeit aus", erklärt Barbara Geyer, Studiengangsleiterin E-Learning und Wissensmanagement.

Die Kooperation ist langfristig angelegt und soll regelmäßig neue Projekte ermöglichen. Damit entsteht ein strukturierter Rahmen für den kontinuierlichen Wissenstransfer zwischen Hochschule, Sicherheitsbehörden und Gesellschaft.

Mehr zum Studiengang
Masterstudiengang E-Learning und Wissensmanagement; Masterstudium - 4 Semester; Qualifikation in E-Learning, Wissensmanagement und der Gestaltung von digitalen Medien; Akademischer Grad - Master of Arts in Business – MA; Organisationsform - berufsbegleitend (i.d.R. alle zwei Wochen Freitag 14.00 bis 21.00 Uhr und Samstag von 8.30 bis 17.15 Uhr), 50 % Fernlehre; Studienplätze – 35; Studienort - 7000 Eisenstadt, Campus 1; Unterrichtssprache - Deutsch (einzelne Lehrveranstaltungen können in englischer Sprache abgehalten werden); Studiengebühren - keine.

Eine Anmeldung für Restplätze ist unter www.hochschule-burgenland.at noch möglich!

(Ende)
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