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pte20200629023 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Starren in Spezial-Rotlicht steigert Sehkraft

Kostengünstige LED-Lampe sorgt für mehr Energie bei Netzhautzellen


LED-Rotlichtlampe: Handlich und gut für die Augen (Foto: UCL)
LED-Rotlichtlampe: Handlich und gut für die Augen (Foto: UCL)

London (pte023/29.06.2020/13:30) - Wer über 40 ist und unter nachlassender Sehstärke leidet, kann diesen Prozess durch tägliches dreiminütiges Starren in tiefes Rotlicht einer speziellen LED-Taschenlampe umkehren. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher einer Studie unter Leitung des University College London (UCL) http://ucl.ac.uk , die kürzlich im "Journals of Gerantology" publiziert wurde und die erste ihrer Art mit menschlichen Probanden ist.

Heimische Augentherapie

Die Forscher sehen ihre Entwicklung als Startschuss für eine künftige, günstige Form der Augentherapie für zu Hause für Millionen von Menschen, die unter einer Verschlechterung ihres Sehvermögens leiden. Speziell in alternden Gesellschaften sei das ein wichtiges Thema. Diese Entwicklung betrifft die meisten Menschen altersbedingt ab etwa 40 Jahren mit Alterung der Netzhaut und darin eingebetteter Photorezeptor- bzw. Sehzellen sowie deren nachlassender Energieversorgung durch die Mitochondrien.

Hauptautor Glen Jeffery beschreibt die Rotlicht-Technologie als "simpel, sicher und leicht einsetzbar". Die neuartige Lampe soll zudem nur zwölf britische Pfund kosten. Genutzt wird ein tiefes rotes Licht mit einer speziellen Wellenlänge, die von den Mitochondrien in der Netzhaut absorbiert wird und so den entsprechenden Zellen Energie zuführt.

Für die Studie testeten die Forscher je zwölf Frauen und Männer ohne Augenerkrankungen im Alter zwischen 28 und 72 Jahren zunächst in Sehtests auf die Empfindlichkeit ihrer Photorezeptoren, also der Stäbchen und Zapfen ihrer Netzhaut. Anschließend gaben die Forscher den Probanten kleine LED-Taschenlampen mit tiefem 670nm-Rotlicht mit nach Hause. Sie bekamen die Aufgabe, zwei Wochen täglich drei Minuten lang in dieses Licht zu schauen. Das Forschungsteam untersuchte sie hinterher erneut auf die Empfindlichkeit ihrer Stäbchen und Zapfen.

Über 40-Jährige profitieren deutlich

Dabei stellte sich heraus, dass das rote Licht keine Auswirkungen auf die Sehfähigkeit jüngerer Testpersonen hatte, jedoch signifikante Verbesserungen bei denjenigen ab 40 Jahren erzielte. In dieser Altersgruppe zeigten sich etwa im Farbunterscheidungsvermögen Steigerungen von bis zu 20 Prozent, speziell im blauen Teil des Farbspektrums. Eine deutliche Verbesserung war bei den Probanden über 40 auch bei der Sehfähigkeit in schwachen Lichtverhältnissen zu beobachten.

(Ende)
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