Skepsis stachelt Chefs zu Höchstleistungen an
North Carolina State University: Jungunternehmer wollen ihren Kritikern das Gegenteil beweisen
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Daumen runter: Skepsis motiviert Jungunternehmer (Foto: ERIC DAKA, pixabay.com) |
Raleigh (pte004/20.02.2026/06:15)
Jungunternehmer, deren Aussichten von ihrem Umfeld eher skeptisch beurteilt werden, strengen sich besonders an, um die Kritiker zu widerlegen und sind deshalb meist erfolgreicher als die, denen von vornherein Erfolg attestiert wird. "Wenn man gesagt bekommt, dass die eigene Unternehmensgründung, die eigene Idee, für die man sich engagiert, scheitern wird, kann das fast wie ein persönlicher Angriff wirken", sagt Tim Michaelis von der North Carolina State University.
Engagement durch Kritik
Um Klarheit zu schaffen, haben die Forscher drei Studien durchgeführt. Für die erste Studie rekrutierten die Forscher 423 Unternehmer, von denen 320 ein Scheitern zu unterschiedlichen Zeitpunkten vorhergesagt worden war. Sie fragten sie, wie stark sie sich für ihre Neugründung engagiert hatten und stellten fest, dass düstere Prognosen das Engagement tatsächlich merklich erhöhten.
An der zweiten Studie haben 579 Unternehmer teilgenommen. Diese fragten sie nach der Motivation, die durch Skepsis oder Zustimmung ausgelöst worden war, es besonders gut zu machen. Die Ergebnisse hier stimmten mit denen der ersten Studie überein. Die Erinnerung an einen Moment, zu dem ihnen jemand gesagt hatte, sie würden scheitern, führte zu einer erhöhten Motivation, ihr Geschäftsvorhaben weiterzuverfolgen", berichtet Michaelis.
Für die dritte Studie rekrutierten die Forscher 417 Unternehmer und befragten sie drei Monate lang einmal pro Monat. Im ersten Monat schufen sie so eine Ausgangsbasis und konnten dann messen, inwieweit jeder Studienteilnehmer durch den sogenannten "Underdog-Effekt" - den Wunsch, alle Zweifler eines Besseren zu belehren - motiviert war, sein Vorhaben fortzusetzen.
Geringfügige Abweichungen
Die zweite und dritte Umfrage wichen geringfügig voneinander ab, waren jedoch im Wesentlichen darauf ausgelegt, zu beurteilen, inwieweit Motivation und Beharrlichkeit durch den Underdog-Effekt beeinflusst wurden. "Dieser Effekt führt dazu, dass Menschen härter arbeiten, sich auf ihr Vorhaben konzentrieren und sich wirklich für den Erfolg ihres Unternehmens engagieren", unterstreicht Michaelis.
Das wirft Fragen auf. "Wie kann man Unternehmern genügend Unterstützung geben, um ihre Initiative zu fördern, ihnen aber auch genügend Widerstand bieten, um ihnen zu helfen, den nötigen Antrieb für den Erfolg zu entwickeln? Wie können wir Unternehmer darin schulen, zwischen Zweifeln, die als Motivationsfaktor dienen können, und konstruktiver Kritik, die echte Mängel in einem Geschäftsplan aufzeigt, zu unterscheiden?" Das will der Forscher in weiteren Studien beantworten.
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