pte20230711009 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Neue 3D-Bioprinting-Technologie zerstört Tumore

Südkoreanische Forscher setzen in Krebsbekämpfung auf natürliche Killerzellen


Hydrogel: Einsatz bei neuer Krebstherapie (Foto: Korea Institute of Machinery and Materials (KIMM))
Hydrogel: Einsatz bei neuer Krebstherapie (Foto: Korea Institute of Machinery and Materials (KIMM))

Daejeon (pte009/11.07.2023/10:30)

Erstmals haben südkoreanische Wissenschaftler eine 3D-Bioprinting-Technologie entwickelt, die Krebszellen eliminieren kann, indem die Funktion von Immunzellen eingesetzt wird. Forscher vom Korea Research Institute of Bioscience and Biotechnology (KRIBB) setzten dabei mit Kollegen des Korea Institute of Machinery and Materials (KIMM) auf ein Verfahren, bei dem natürliche Killerzellen (NK-Zellen) als Immuntherapie zur Behandlung von Krebs fungieren. Dabei handelt es sich um Leukozyten, die auf die Formierung von Viren und Tumorzellen reagieren und gezielt jene Zellen abtöten, die für menschliche Körper schädlich sind. NK-Zellen entfernen dabei belastete Zellen, die im Inneren des Körpers infiziert wurden. Die Forschungsergebnisse wurden in "Biomaterials Research" veröffentlicht.

Verlust der Zellen verhindert

Die Umhüllung der NK-Zellen mit 3D-gedruckten Hydrogelen hilft, einen Verlust dieser Zellen zu verhindern und ermöglicht es einem Großteil von ihnen, sich auf die Tumorzellen zu konzentrieren. Im Hydrogel bilden sich Poren und die NK-Zellen, die ihre Lebensfähigkeit behalten, werden nach einem bestimmten Zeitraum freigesetzt. Dadurch wird die Ausführung von Immunfunktionen ermöglicht.

Obwohl NK-Zellen in der Immuntherapie eingesetzt werden, hat die Verabreichung mittels intravenöser Injektionen im Rahmen von klinischen Studien bei soliden Tumoren bisher zu keinen effektiven Ergebnissen geführt. Verantwortlich dafür ist laut den Forschern, dass die NK-Zellen nicht in der Lage sind, ein entsprechendes Ausmaß an Lebensfähigkeit beizubehalten und daher nicht auf solide Tumore abzielen können.

Gezielt gegen Krebsgewebe

Die neu entwickelte Technologie ermöglicht es hingegen, dass NK-Zellen in das Hydrogel injiziert, gedruckt und dann in einer 3D-Umgebung kultiviert werden. Das verbessert die Lebensfähigkeit sowie die Aktivität und damit wird es diesen Zellen gezielt ermöglicht, das Krebsgewebe zu bekämpfen. Laut dem leitenden Wissenschaftler Su A Park (KIMM) kann das neue Verfahren die Funktionalität der NK-Zellen, die für die Krebsbehandlung eingesetzt werden, deutlich verbessern.

(Ende)
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