Natur avanciert zum Partner für Unternehmen
Konzerne korrigieren laut neuer Untersuchung von Business for Nature ihre Geschäftsstrategien
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Grüner Helm: Industrie setzt auf nachhaltige Strategien (Bild: Clker-Free-Vector-Images/pixabay.com)
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Genf (pte006/24.10.2025/06:15)
Sehr große Unternehmen erkennen die Natur zunehmend als Wegbereiter für Klimaschutzmaßnahmen und langfristige Widerstandsfähigkeit. 94 Prozent von 32 Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 700 Mrd. Dollar haben Klimaschutzziele in ihre Strategien aufgenommen. Das besagt "It's Now for Nature Pulse", eine Analyse von Business for Nature. Die Organisation versteht sich als "globale Koalition aus über 100 Partnerorganisationen und zukunftsorientierten Unternehmen".
Neue Chancen für Wachstum
"Die Integration der Natur in ihre Geschäftsstrategie dient nicht nur dem Risiko-Management, sondern eröffnet auch Chancen für Wachstum, Wertschöpfung und Resilienz", sagt Eva Zabey, CEO von Business for Nature. "Diese Unternehmen beweisen, dass die Argumente für eine naturpositive Welt überzeugend sind. Jetzt müssen wir gemeinsam unsere Maßnahmen beschleunigen, um dies zum universellen Standard zu machen."
Laut dem Bericht beziehen Unternehmen die Natur in ihre Führungsetagen und Vorstände ein, und einige beginnen, die Vergütung von Führungskräften an naturbezogene Ziele zu knüpfen. Er weist jedoch auf einen entscheidenden nächsten Schritt hin: Die Wirtschaft müsse den Wandel von der vorrangigen Steuerung kurzfristiger Risiken hin zu einer langfristigen Wiederherstellung und transparenten Offenlegung von Naturabhängigkeiten beschleunigen, um den vollen Wettbewerbsvorteil zu erschließen.
Besseres Risiko-Management
"Um den geschäftlichen Wert der Natur voll auszuschöpfen, müssen Unternehmen ihre Abhängigkeiten von ihr transparent bewerten und offenlegen", so Rennie Meyers, Global Policy Lead bei Orsted, Weltmarktführer bei Offshore-Windenergie. "Das verbessert nicht nur das Risiko-Management, sondern erschließt auch eine starke Quelle für Wettbewerbsvorteile."
Es gibt allerdings gravierende regionale Unterschiede. In Europa und Lateinamerika verfügt mehr als die Hälfte der in 30 Ländern befragten Unternehmen über Naturstrategien. In Asien und Afrika sind es dagegen nur 27 beziehungsweise zehn Prozent. "Wir sehen eine Zukunft, in der unser Unternehmen aktiv die Ökosysteme wiederherstellt, von denen wir abhängig sind", erklärt Luis Patricio Herranz Hewitt, Leiter für Nachhaltigkeit und Naturschutz beim Unternehmen Empresas CMPC.
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