pte20110520007 in Leben

Deutlich weniger HIV-Tote in China

Kostenlose Medikamente verringern Todesfälle um mehr als 60 Prozent


Medikamente: China verringert Zahl der HIV-Toten (Foto: fotodienst.at)
Medikamente: China verringert Zahl der HIV-Toten (Foto: fotodienst.at)

Peking (pte007/20.05.2011/11:05) Anstrengungen, den Zugang zu HIV-Medikamenten zu verbessern, haben innerhalb von sieben Jahren in China zur einem Rückgang der Todesfälle um mehr als 60 Prozent geführt. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des National Centre for Aids/STD Control and Prevention NCAIDS http://www.chinaids.org.cn/n1971/index.html gekommen. 2003 führte China kostenlose antiretrovirale Medikamente ein. Bis 2009 gelang es, mehr als 60 Prozent der Patienten zu erreichen.

Experten wie Jason Warriner vom Terrence Higgins Trust http://www.tht.org.uk warnen gegenüber der BBC jedoch, dass mehr für eine schnellere Diagnose und einen verbesserten Zugang zur Behandlung für bestimmte Gruppierungen getan werden muss. Dazu gehören Männer, ältere Menschen, Migranten und ethnische Minderheiten, injizierende Drogenabhängige und Menschen, die sich beim Sex infiziert haben. Der leitende Wissenschaftler Fujie Zhang betonte, dass die Behandlungsdichte angesichts der Größe des Landes und der geografischen Verteilung der Patienten bemerkenswert sei. Man sei jedoch noch weit von dem Ziel einer kompletten Abdeckung entfernt.

Frühe Diagnose wichtig

Laut Warriner ist es bekannt, dass der Zugang zu Tests und einer Behandlung mit antiretroviralen Bedikamenten von entscheidender Bedeutung für die Verhinderung von Todesopfern und der weiteren Ausbreitung von HIV ist. "Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit eines langen und gesünderen weiteren Lebens. Dazu gehören aber auch laufende Informationsangebote und das Bewusstsein für die Gefahr HIV. Nur so kann verhindert werden, dass es zu Infektionen kommt." Details der Studie wurden in dem Fachmagazin The Lancet Infectious Diseases http://www.thelancet.com/journals/laninf/onlinefirst veröffentlicht.

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