pts20040223001 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen

Muehl zeigt Problematik des Kunstmarktes auf

Seminar für Kunst-Investoren bringt Licht ins Dunkel - Nächster Termin: 26. März


Wien (pts001/23.02.2004/07:00) "Ich sehe, dass sehr viele minderwertige Bilder von mir, zum Teil solche, die ich zum Übermalen auf die Seite gegeben hätte, wenn sie mir nicht vorher aus der Hand gerissen worden wären, versteigert und gekauft werden", sagte Otto Muehl in einem Interview, das diese Woche in der Zeitschrift Format erschienen ist. Nachsatz: "Ich würde diese Bilder nie anerkennen." (Format 8/04)

Damit sagt der Mitbegründer des Wiener Aktionismus, dass auch die Signatur eines allgemein anerkannten Namens kein Gütesiegel für den Wert von Kunstwerken ist. "Die Aussage Muehls sollte dem Kunsthandel zu denken geben, denn eine Signatur verleitet allzu oft zu euphorischen Überbewertungen, während das Werk an sich in der Preisbildung eine untergeordnete Rolle spielt", erklärt Hubert Thurnhofer, Präsident der IG Galerien. Die IG Galerien hält regelmäßig Seminare für Kunstinvestoren ab, um die Mechanismen des Kunstmarktes kritisch zu durchleuchten.

Das Seminar für Kunst-Investoren setzt sich eingehend mit den Fragen der Preisbildung von Kunstwerken und den Risikofaktoren beim Kunstkauf auseinander. Die IG Galerien http://www.ig-galerien.org hat eine Formel entwickelt, die bei der Beurteilung hilft, ob einzelne Kunstwerke unter- oder überbewertet sind und somit die Risikofaktoren minimiert, wenn ein Sammler den Kunstkauf auch als Investment betrachtet. Nächster Termin des in Österreich einzigartigen Seminars für Kunst-Investoren ist am Freitag, den 26. März 2004 im Atelier T. Details zum Programm siehe: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=040128022

Neben einer Diskussion gängiger Bewertungsmodelle und der Vorstellung der IGG-Formel zur Bewertung von Kunst referiert der Galerist Georg Haslinger über den aktuellen Kunstmarkt in Österreich. Darüber hinaus werden eingehend die rechtlichen Aspekte beim Kunstkauf erörtert. Der Kunstrechtexperte Andreas Cwitkovits zitiert dabei auch den Prozess gegen "Pornojäger" Martin Humer, der bei einer Ausstellung Arbeiten von Otto Muehl beschmiert hatte. http://www.kunstrecht.at/

Weitere Veranstaltungen im Atelier T
riga-feminal - Eröffnung der Ausstellung mit Bildern der lettischen Künstlerinnen Sigita Daugule (geb. 1971), Natalia Bessonova (geb. 1963) und Valeria Schuwalowa (1956-2002) am Samstag, den 13. März 2004.

(Ende)
Aussender: Galerie Atelier T
Ansprechpartner: Hubert Thurnhofer
Tel.: 01 / 319 5833
E-Mail: hubert.thurnhofer@chello.at
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