pte20260116026 in Business

Mercosur federt negative US-Zollpolitik ab

Untersuchung des ifo Instituts appelliert an EU für Abschlüsse weiterer Abkommen wie mit Indonesien


Container: EU-Abkommen als Antwort auf negative US-Zollpolitik (Foto: ValdasMiskinis, pixabay.com)
Container: EU-Abkommen als Antwort auf negative US-Zollpolitik (Foto: ValdasMiskinis, pixabay.com)

München (pte026/16.01.2026/13:45)

Mercosur sollte für die EU nur der Anfang sein. Denn neue Freihandelsabkommen mit sieben wichtigen Handelspartnern würden die negativen Effekte der US-Zollpolitik nicht nur ausgleichen, sondern sogar überkompensieren. Zu dem Schluss kommt eine neue Studie des ifo Instituts.

4,1 Prozent mehr Exporte

Laut ifo-Außenwirtschaftsexpertin Lisandra Flach würden die deutschen Exporte durch weitere Abkommen - zum Beispiel mit Indonesien - trotz der US-Zölle um bis zu 4,1 Prozent wachsen. Auf diese Weise erhöhe sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt um bis zu 0,5 Prozent.

"Die EU sollte sich darauf konzentrieren, auch in den laufenden Freihandelsverhandlungen zügig zu Ergebnissen zu kommen", mahnt Flach. Positive Wertschöpfungseffekte könnten vor allem in exportstarken Industriebranchen wie dem Maschinenbau (2,7 Prozent), der Chemieindustrie (3,1 Prozent) und der Automobilindustrie (3,2 Prozent) realisiert werden.

Antwort auf US-Zollhammer

Für die Studie haben die Experten neben den EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) auch Abkommen mit Indien, Australien, Indonesien, Malaysia, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten angenommen.

Ohne neue Handelsabkommen würden die US-Zölle das deutsche Bruttoinlandsprodukt den aktuellen Berechnungen nach mittelfristig um 0,13 Prozent und die Exporte um 1,3 Prozent verringern, heißt es abschließend in den vorliegenden Modellrechnungen des ifo Instituts.

(Ende)
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