Zwei Drittel brechen digitalen Vorgang ab
Europaweite Umfrage von AccessiWay zeigt teilweisen Nachholbedarf in Sachen Barrierefreiheit
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Keine Pop-ups: Viele junge User sehen Mängel bei Barrierefreiheit (Bild: pixabay.de/ayushprince1996) |
Hamburg (pte016/14.01.2026/13:40)
68,4 Prozent der Konsumenten in Europa haben bereits mindestens einen digitalen Vorgang abgebrochen. Der Grund: Webseiten, Apps oder Inhalte waren nicht barrierefrei nutzbar. Zu dem Befund kommt eine Umfrage von AccessiWay, einem Anbieter für digitale Barrierefreiheit. In Italien sind es 84 Prozent, in Deutschland 80,7 Prozent und in Österreich 78,6 Prozent.
Strukturelles Problem
Laut den Angaben der 6.599 befragten Konsumenten in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Großbritannien steht hinter den Abbrüchen vor allem ein strukturelles Problem. 73,1 Prozent stoßen auf digitale Barrieren. Die meisten davon in Italien (88 Prozent), vor Österreich (88 Prozent), Frankreich (84 Prozent) und Deutschland (80,1 Prozent).
Der Umfrage nach brechen besonders die Generation Z und junge Millennials digitale Vorgänge häufig ab. In Deutschland haben in der jungen Zielgruppe bereits 79,8 Prozent abgebrochen, in Österreich 74 Prozent, in Frankreich 64 Prozent, in Großbritannien 51 Prozent. Die junge Generation zeigt damit europaweit die geringste Toleranz für schlechte Usability.
Pop-up-Fenster und Co
Besonders störend sind Pop-up-Fenster, die Prozesse unterbrechen oder Inhalte verdecken. 44 Prozent der Italiener sind dieser Meinung. In Österreich sind es 38 Prozent, in Deutschland 18 Prozent. Hinzu kommen Lesbarkeitsprobleme, die durch zu kleine oder ungünstig platzierte Texte entstehen (Frankreich 38 Prozent; Großbritannien 27,3 Prozent).
Viele Konsumenten verzweifeln auch an der komplizierten Navigation. Unklare Strukturen machen ihnen digitale Vorgänge unnötig schwer: In Frankreich kämpfen 36 Prozent mit der Orientierung, in Österreich 31 Prozent, in Deutschland 17 Prozent. "Angesichts dieser Ergebnisse stehen Europas Unternehmen vor einem klaren Handlungsauftrag", so Jan Stedul, Managing Director Germany bei AccessiWay.
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