Machen statt Zögern: Was Unternehmertum im Kleinen bedeutet
![]() |
Roman D. Wittwer (Foto: VISTASCH) |
Baden-Dättwil (pts022/28.01.2026/11:42)
Unternehmertum beginnt mit Entscheidungen und dem Machen. In diesem Interview spricht Roman Wittwer, der unter anderem das Produkt VISTASCH führt, über Zweifel, Verantwortung und darüber, wie wichtig es ist, Dinge umzusetzen.
Roman, wir leben in einer stark digitalisierten Welt. Weshalb beschäftigst du dich trotzdem mit physischer Dokumentpräsentation?
Weil nicht alles digital gelöst werden muss oder kann. Viele Informationen müssen einfach sichtbar sein. Ohne Gerät, ohne Ablenkung, ohne Interpretation. Ein Dokument an der Wand ist verbindlich. Es ist da. Gerade in Gemeinden, Kirchen oder im Gesundheitswesen schafft das Ruhe und Orientierung.
Du sprichst oft von Ruhe und Wertschätzung. Woher kommt dieser Anspruch?
Ich habe gemerkt, dass Unordnung nicht nur visuell stört, sondern auch inhaltlich. Wenn Informationen schief hängen oder improvisiert befestigt sind, verlieren sie an Bedeutung. Ordnung ist für mich kein Selbstzweck. Sie zeigt, dass man Inhalte ernst nimmt – und die Menschen, die sie lesen sollen.
Gab es Momente, in denen du gezweifelt hast, ob dieses Produkt heute überhaupt noch gebraucht wird?
Ja, diese Frage habe ich mir oft gestellt. Gerade weil vieles digital wird. Aber genau dieser Zweifel war wichtig. Er hat mich gezwungen, nicht einfach ein Produkt zu produzieren, sondern mir über den Zweck klar zu werden. VISTASCH ist nicht gegen Digitales gedacht, sondern für Situationen, in denen eine digitale Lösung zu aufwendig und teuer ist.
Du fertigst VISTASCH bewusst in der Schweiz. Warum dieser Weg?
Weil Verantwortung übernehmen eine Haltung ist, die alles andere als eine Floskel sein soll. Wir brauchen Leute, die Verantwortung übernehmen und für Dinge einstehen. Damit ich meine Wenigkeit dazu beitragen kann, will ich die Wege möglichst klein halten und vor allem selbst kontrollieren können, dass VISTASCH aus verantwortungsvollen Materialien gewissenhaft hergestellt wird.
Was war die unbequemste Entscheidung beim Ausbau von VISTASCH?
Da gab es viele. Das Unbequemste war wohl der Entscheid, VISTASCH in dieser vollen Form weiterzuführen und dafür einzustehen.
Wo entfaltet VISTASCH heute seine Wirkung am stärksten?
Überall dort, wo Informationen für viele Menschen sichtbar sein müssen: in Gemeinden, Schulen, Kirchen, im Gesundheitswesen, in Büros oder auf Shopfloor-Boards. Orte, an denen Übersicht und Ruhe den Alltag erleichtern.
Du bist Unternehmer. Wofür stehst du persönlich im Unternehmertum?
Für Verantwortung im Kleinen. Für das Fertigmachen von Dingen. Und für das Machen an sich. Viele Projekte scheitern nicht an Ideen, sondern am Zögern. Ich glaube daran, Entscheidungen zu treffen und dafür einzustehen. Immer im Klaren zu sein, dass Scheitern dazugehört und dass das Perfektionieren immer als zweiter Schritt folgt.
Was empfiehlst du anderen, die eine Idee umsetzen wollen?
Erstens sei dir bewusst, wofür du einstehst. Zweitens, viele werden dir abraten. Umgib dich mit inspirierenden und positiven Leuten. Spinne die Idee und mache! Und wenn es dann nicht funktioniert, dann bist du alles andere als ein Verlierer, sondern du hast eine Erfahrung mehr für die Umsetzung der nächsten Idee.
Das Interview führte Jasmina Wetz. Sie ist Lehrerin, freie Autorin und studiert Rechtswissenschaften.
Roman Wittwer ist Unternehmer und entwickelt unter anderem das Produkt VISTASCH zur physischen Dokumentpräsentation. Weitere Informationen: https://vistasch.com/
(Ende)| Aussender: | VISTASCH by WAGNOVA AG |
| Ansprechpartner: | Roman Daniel Wittwer |
| Tel.: | +41 44 864 40 80 |
| E-Mail: | roman.wittwer@wagner.health |
| Website: | www.vistasch.com |



