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Institutionelle Anleger halten Krypto die Treue

Einschlägige Insolvenzen schrecken laut Untersuchung von Coinbase offenbar noch nicht ab


Kryptowährungen: bleiben für viele Investoren weiter attraktiv (Bild: satheeshsankaran, pixabay.com)
Kryptowährungen: bleiben für viele Investoren weiter attraktiv (Bild: satheeshsankaran, pixabay.com)

San Francisco/Jersey City (pte005/01.12.2022/06:10) -

Trotz des Zusammenbruchs der Kryptobörse FTX, eines starken Rückgangs der Bewertungen und der Aussichten auf einen verlängerten "Krypto-Winter" bleiben institutionelle Anleger an digitalen Assets interessiert. Zu dem Schluss kommt eine von der Krypto-Handelsplattform Coinbase gesponserte und von Institutional Investor durchgeführte Analyse.

Engagement noch erhöht

Laut der Umfrage unter 140 institutionellen Anlegern, die insgesamt 2,6 Bio. Dollar verwalten, haben 62 Prozent der Befragten, die derzeit in digitalen Vermögenswerten engagiert sind, ihre Investitionen dieser Art in den vergangenen zwölf Monaten erhöht, während nur zwölf Prozent Positionen abgebaut haben.

Die Mehrheit der Anleger (58 Prozent) plant, ihre Allokationen in den nächsten drei Jahren zu erhöhen. Etwa ebenso viele sagen, dass sie derzeit eine Buy-and-Hold-Strategie anwenden oder einen solchen Einsatz, was Coinbase als "weiteren Indikator für eine langfristige Aufwärtsbewegung" interpretiert.

Viele wünschen Regulierung

Rund sieben von zehn Befragten glauben, dass digitale Assets attraktiv bleiben. Bei denen, die bereits in Krypto investiert haben, sind es sogar 86 Prozent. 52 Prozent der Anleger sagen, dass die größte Sorge bei digitalen Vermögenswerten das unsichere regulatorische Umfeld ist, gefolgt von Volatilität (48 Prozent) und dem Risiko von Marktmanipulation (36 Prozent).

Der Bankrott von FTX und anderer Kryptofirmen hat zu erneuten Forderungen nach einer stärkeren Regulierung digitaler Assets geführt. Die Notwendigkeit sieht offensichtlich auch die Politik. "Das jüngste Scheitern einer großen Kryptowährungsbörse und die unglücklichen Auswirkungen, die sich für Inhaber und Investoren von Krypto-Assets ergeben haben, zeigen die Notwendigkeit einer effektiveren Aufsicht", so US-Finanzministerin Janet Yellen.

Das institutionelle Interesse an Krypto- und Blockchain-Technologie wuchs während der COVID-19-Pandemie schnell, wurde aber 2022 durch einen starken Preisrückgang und eine Reihe von Misserfolgen bei großen Krypto-Kreditgebern, Investoren und Börsen erschüttert. Die Kryptobranche leidet immer noch unter dem Zusammenbruch von FTX, die Mitte November zusammen mit 130 verbundenen Unternehmen Insolvenz angemeldet hat. Die negativen Schlagzeilen gingen in dieser Woche weiter, weil BlockFi, ein Krypto-Kreditgeber, in den USA wegen eines ausstehenden Darlehens an FTX in Höhe von 275 Mio. Dollar Insolvenzschutz beantragt hat.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
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