pte20260108015 in Business

Industriebetriebe werden zu Dienstleistern

Laut ifo-Studie 2024 rund 166 Mrd. Euro mit Beratung, Montage, Wartung und Co erwirtschaftet


Schweißer: Industriefirmen wandeln sich zu Dienstleistern (Foto: pixabay.com, WikiImages)
Schweißer: Industriefirmen wandeln sich zu Dienstleistern (Foto: pixabay.com, WikiImages)

München (pte015/08.01.2026/12:30)

Deutsche Industrieunternehmen machen immer mehr Umsatz mit Dienstleistungen. Laut einer neuen Studie des ifo Instituts sind 2024 rund 166 Mrd. Euro mit produktbegleitenden Dienstleistungen, wie Beratung, Montage oder Wartung, umgesetzt worden - Tendenz steigend.

Mehr Umsatz als Gastronomie

Die aktuellen Zahlen sprechen für Deutschland laut ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser eine klare Sprache: "Damit übertrafen sie zum Beispiel den Umsatz des gesamten Gastgewerbes in Deutschland, der bei rund 138 Mrd. Euro lag."

Der Maschinenbau mache mit einem Anteil von 13,2 Prozent überdurchschnittlich viel Umsatz mit produktbegleitenden Dienstleistungen, gefolgt vom Fahrzeugbau (7,3 Prozent) und der Elektroindustrie (6,8 Prozent).

Bei Nahrungs- und Genussmitteln oder im Textil- und Bekleidungsgewerbe spielen laut ifo-Studie produktbegleitende Dienstleistungen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Der Umsatzanteil der produktbegleitenden Dienstleistungen habe seit 2016 in allen Industriezweigen zugenommen.

F&E sowie KI sind Zugpferde

Auch haben laut der Studie Industrieunternehmen mit Innnovationstätigkeit einen höheren Dienstleistungsanteil am Umsatz. Firmen mit Forschung und Entwicklung (F&E) kamen auf 7,8 Prozent. Setzen sie Künstliche Intelligenz (KI) ein, lag der Anteil bei 8,6 Prozent.

"Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen der Innovationstätigkeit eines Unternehmens und seinem Umsatz mit produktbegleitenden Dienstleistungen", so Wollmershäusers Kollege Stefan Sauer. Die Studie beruht auf einer Sonderfrage vom Juli 2025. 1.680 Unternehmen nahmen teil.

(Ende)
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