pte20260319018 in Business

Iran-Krieg droht Zinsen ins Minus zu drücken

Verivox-Analyse zu Tages- und Festgeld sieht vor allem Länge des Konflikts als wesentlichen Faktor


Sparschwein: Auch Tages- und Festgeldzinsen hängen am Iran-Krieg (Foto: pixabay.de/USA-Reiseblogger)
Sparschwein: Auch Tages- und Festgeldzinsen hängen am Iran-Krieg (Foto: pixabay.de/USA-Reiseblogger)

Heidelberg (pte018/19.03.2026/12:30)

Mit einem längerfristigen Kriegsgeschehen im Iran könnten die Realrenditen durchschnittlich verzinster Sparprodukte schon bald wieder ins Minus rutschen. Davor warnt eine Zinsanalyse des Vergleichsportals Verivox.

Preise dürften ansteigen

"Durch den Iran-Krieg sind Heizöl und Sprit bereits deutlich teurer geworden. Und je länger der Konflikt anhält, desto stärker dürften auch die Preise für Lebensmittel, Importprodukte sowie noch vieler weiterer Güter steigen", so Oliver Maier, Chef der Verivox Finanzvergleich GmbH.

Ein kurzer Energiepreisanstieg bremst das deutsche Wachstum 2026 gegenüber Vorkriegs-Schätzungen um 0,2 Prozentpunkte, so ifo-Ökonomen. Sie rechnen daher mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem und 1,2 Prozent im nächsten Jahr, wie pressetext berichtete.

Trügerische Situation

Was die Zinsen für Sparer angeht, so sind die Festgelderträge in der ersten Märzhälfte leicht gestiegen. Mit aktuell 2,02 Prozent sind die Durchschnittszinsen bundesweit verfügbarer Festgeldanlagen mit einem Jahr Laufzeit zum ersten Mal seit dem letzten Frühjahr wieder über die Zwei-Prozent-Marke geklettert. Zweijährige Anlagen bringen im Schnitt derzeit 2,09 Prozent, die sehr langfristigen Festgelder mit zehn Jahren Laufzeit stehen bei 2,52 Prozent.

Noch wichtiger ist jedoch der Realzins: Bei einer Inflationsrate von aktuell 1,9 Prozent bringen durchschnittliche Festgelder unabhängig von der Laufzeit derzeit eine positive Realrendite. Der Realzins einjähriger Anlagen liegt im Schnitt bei plus 0,12 Prozent. Zweijährige Festgelder liegen bei 0,19 und zehnjährige bei 0,62 Prozent, heißt es in der aktuellen Verivox-Erhebung.

Stagnation bei Tagesgeld

Doch Maier warnt: "Die jüngsten Zinsanstiege bewegen sich seit Monatsbeginn lediglich in einem Bereich von 0,01 bis 0,02 Prozentpunkten. Das wird den Anstieg der Verbraucherpreise bei Weitem nicht ausgleichen. Zumindest bei den kürzeren Laufzeiten dürften die durchschnittlichen Realzinsen schon bald wieder unter die Nulllinie fallen."

Anders als beim Festgeld ging es mit den Tagesgeldzinsen in der ersten Monatshälfte nicht weiter hoch. Ebenso wie bereits Anfang März liegen die Zinsen im Schnitt bei 1,30 Prozent. Deutlich geringer fallen die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen mit 0,37 Prozent bei den Sparkassen beziehungsweise mit 0,42 Prozent bei regionalen Genossenschaftsbanken aus.

(Ende)
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