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pte20220512039 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Herpes: Zwei Viren erhöhen Risiko für Diabetes

Simplex-Virus 2 und Cytomegalo beeinträchtigen Glukosestoffwechsel in erheblichem Ausmaß


Blutzuckermessung: Zwei Herpesviren erhöhen Risiko für Diabetes (Foto: pixabay.com, peejhunt)
Blutzuckermessung: Zwei Herpesviren erhöhen Risiko für Diabetes (Foto: pixabay.com, peejhunt)

München (pte039/12.05.2022/11:30) -

Zwei verbreitete Herpesviren tragen zu einem beeinträchtigten Glukosestoffwechsel bei und erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes, wie Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München http://lmu.de und des Helmholtz Zentrums München http://helmholtz-munich.de sagen. Derzeit sind acht verschiedene Herpesviren-Arten bekannt. Typ-2-Diabetes ist eine der am weitesten verbreiteten und wichtigsten Stoffwechselerkrankungen. Laut Schätzungen waren 2019 weltweit 9,3 Prozent der Bevölkerung betroffen. Details wurden in "Diabetologia" publiziert.

Datenmaterial von 1.967 Personen

Bei einer Person kann Prädiabetes diagnostiziert werden, wenn sie über eine beeinträchtigte Nüchternglukose oder eine gestörte Glukosetoleranz verfügt. Frühere Studien haben bereits nachgewiesen, dass die Inzidenzrate von Typ-2-Diabetes bei Menschen mit Prädiabetes viel höher ist. Sie liegt bei 7,6 Prozent pro Personenjahr. Bei Personen mit einer normalen Glukosetoleranz liegt dieser Wert bei 0,6 Prozent pro Personenjahr. Die aktuelle Studie basiert auf den Gesundheitsdaten von 1.967 Personen, die an der Kooperativen Gesundheitsforschung in der Region Augsburg teilgenommen haben.

Die teilnehmenden Personen wurden zur Baseline (2006 bis 2008) und bei Nachuntersuchungen (2013 bis 2014) gesundheitlich genau überprüft. Dazu gehörten Tests auf das Vorhandensein von menschlichen Herpesviren, orale Glukosetoleranz-Tests und das Messen des glykierten Hämoglobin. Zu Beginn der Studie waren die Teilnehmer im Schnitt 54 Jahre alt. Mit 962 Personen waren 49 Prozent Männer und mit 999 Personen 51 Prozent Frauen. Die Inzidenzanalyse für die Entwicklung von (Prä)Diabetes nutzte die Daten jener 1.257 Teilnehmer, die an der Baseline über eine normale Glukosetoleranz verfügten. Das Durchschnittsalter lag bei 49 Jahren.

42 Prozent dieser Personen waren Männer und 58 Prozent Frauen. Bei Personen ohne diagnostiziertem Typ-2-Diabetes wurden umfangreiche Tests durchgeführt. Dazu gehörte auch die Überprüfung auf sieben der acht bekannten Herpesviren sowie die Berücksichtigung von bekannten Variablen, die mit einem Diabetesrisiko in Verbindung stehen: Alter, Geschlecht, BMI, Umfang der Ausbildung, Raucherstatus, körperliche Aktivitäten in der Freizeit, Diabeteserkrankungen der Eltern und Bluthochdruck.

98 Prozent haben Epstein-Barr-Virus

Zu Beginn der Studie lag das Auftreten von Prädiabetes bei 27,5 Prozent und bei 36,2 im Zuge der späteren Überprüfung. 8,5 Prozent der Teilnehmer litten zu Beginn an Typ-2-Diabetes und 14,6 Prozent später. Von den 1.257 Freiwilligen mit einer anfänglich normalen Glukosetoleranz entstand bei 364 eine Prädiabetes und 17 erkrankten während der 6,5 Jahre der Nachbeobachtungszeit an Typ-2-Diabetes. Laut den Studienautoren stehen Alter, BMI, Rauchen und die Dauer der Ausbildung mit dem Risiko für Prädiabetes und Typ-2-Diabetes in Verbindung.

Die Bluttests zu Beginn der Studie haben ergeben, dass das Epstein-Barr-Virus mit 98 Prozent das am häufigsten verbreitete war. Gefolgt vom Herpes-Simplex-Virus mit 88 Prozent, dem humanen Herpesvirus 7 mit 85 Prozent, dem Varizella-Zoster-Virus mit 79 Prozent und mit einem deutlichen Abstand das Cytomegalovirus mit 46 Prozent. Die Studienteilnehmer waren zur Baseline durchschnittlich auf 4,4 Herpesviren positiv. In der Nachbeobachtungszeit stieg dieser Wert auf 4,7. 34 Prozent testeten am Ende auf mehr Viren positiv. Bei 54 Prozent blieb der Wert gleich und nur bei zwölf Prozent ging er zurück.

Von den sieben untersuchten Herpesviren standen das Herpes-Simplex-Virus 2 und das Cytomegalovirus mit dem Auftreten von Prädiabetes bei Personen mit einer normalen Glukosetoleranz zu Beginn der Studie unabhängig von anderen Risikofaktoren in Verbindung. Personen mit dem Herpes-Simplex-Virus 2 erkrankten um 59 Prozent wahrscheinlicher an (Prä)Diabetes als jene, die seronegativ waren. Eine Infektion mit dem Cytomegalovirus stand mit einem um 33 Prozent erhöhten Auftreten von (Prä)Diabetes in Zusammenhang. Diese Zusammenhänge blieben auch nach Berücksichtigung aller Einflussfaktoren bestehen. Beim Herpes-Simplex-Virus 2 konnte zusätzlich ein Zusammenhang mit den HbA1c-Werten hergestellt werden.

(Ende)
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