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pte20200518003 Bildung/Karriere, Unternehmen/Wirtschaft

Führungskräfte: Zufallswahl verhindert Hybris

Ansatz könnte häufig gegen Fehlverhalten und Korruption auf hoher Ebene helfen


Lose: gute idee für Auswahlverfahren (Foto: gouv, pixabay.com)
Lose: gute idee für Auswahlverfahren (Foto: gouv, pixabay.com)

Amsterdam (pte003/18.05.2020/06:10) - Macht korrumpiert: Grobe Fehlverhalten und Korruption durch Führungskräfte scheinen das einmal mehr zu bestätigen. Doch einer aktuell in "The Leadership Quarterly" http://bit.ly/360V2L2 erschienene Studie eines schweizerisch-deutschen Teams könnte helfen, die Wahl von Führungskräften teilweise zufällig durchzuführen. Denn das verhindert in hohem Ausmaß Hybris und eben diese scheint eine Schlüsselrolle dabei zu spielen, ob Führungskräfte zu Verfehlungen und Korruption neigen.

Zufall besser als Zerfall

Fehlverhalten auf höchster Ebene kommt Unternehmen und Organisationen teuer zu stehen - vom Imageschaden beim FIFA-Korruptionsskandal über Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe bei VWs "Dieselgate" bis hin zum Untergang, wie beim Bilanzfäschungsskandal des US-Energiekonzerns Enron. Wesentliche Triebkräfte hinter solchem Fehlverhalten sind Überheblichkeit und Selbstüberschätzung. Gegen eben diese Hybris hilft der Studie zufolge ein historisch bereits bewährter Ansatz.

"Im klassischen Athen und im mittelalterlichen Venedig wurden politische Positionen nach einem gemischten Verfahren aus gezielter Auswahl und Auslosung besetzt", erklärt Studien-Mitautorin Katja Rost, Soziologieprofessorin an der Universität Zürich http://uzh.ch . Eben das scheint der Studie des Teams zufolge auch heute sinnvoll. Werden Kandidaten zwar nach Leistungskriterien vorausgewählt, die Letztentscheidung aber zufällig durchgeführt, sind die Führungskräfte nämlich demütiger. Auch jene, die eigentlich übertrieben selbstsicher sind, missbrauchen dann seltener ihre Macht und treffen eher Entscheidungen, die auch anderen Mitgliedern ihrer Gruppe nutzen.

Gefahr der Ernennung

Ein rein wettbewerbsorientierter Auswahlprozess, wie er in der Praxis üblich ist, führt dagegen oft zu Führungs-Hybris bei übertrieben zuversichtlichen Personen. Das liege einerseits daran, dass Machtpositionen oft mit vermessenen Personen besetzt werden. Andererseits bestätigt ihr Erfolg bei wettbewerbsorientierten Auswahlmethoden deren Gefühl, dass sie außergewöhnlich sind, weit "über dem Durchschnitt" anderer Kandidaten liegen und berechtigt, sich selbst zu bereichern.

"Diese Studie ist faszinierend und weist auf das Problem der derzeitigen Auswahlmethoden für Führungskräfte hin", meint "The Leadership Quarterly"-Chefredakteur John Antonakis. Es sei wünschenswert, dass die Arbeit von Joël Berger, Soziologie-PostDoc an der Universität Bern, Margit Osterloh, Wirtschaftsprofessorin an der Universität Basel sowie Thomas Ehrmann, Professor am Institut für Strategisches Management der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, zu weiterer Forschung auf diesem Gebiet führe.

(Ende)
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