Erdgas bekommt künftig einen Käfig aus Eis
Laut Forschern der National University of Singapur senkt Transporttechnik Energieverbrauch
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Methanhydrat: So sieht der Erdgasspeicher der Zukunft aus (Foto: nus.edu.sg)
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Singapur (pte012/03.10.2025/11:30)
Nach dem Vorbild von "brennendem Eis", das in vielen Regionen in einer Meerestiefe von einigen 100 Metern vorkommt, wollen Forscher der National University of Singapur Erdgas sicher und kostengünstig lagern. Mit brennendem Eis wird Methanhydrat bezeichnet, das wie schmutziges Eis aussieht. Gelangt es aus der Kälte des Meeres, das zudem noch Druck ausübt, an die Atmosphäre, brennt das darin eingeschlossene Erdgas spontan. Details sind in "Nature Communications" nachzulesen.
Aminosäure öffnet die Poren
Praveen Linga wollte diese Technik zur Lagerung von Erdgas nutzen. Doch die Herstellung von Methanhydrat mit reinem Reis misslang. Es diffundierte zwar hinein, doch äußerst langsam, und die Speichermenge pro Volumeneinheit war enttäuschend. Dann vermischte der Forscher Wasser mit einer Aminosäure - eine organische Verbindung, die als Baustein für Proteine dient. Konkret kam Tryptophan zum Einsatz, das als Vorstufe für wichtige Stoffe wie den Neurotransmitter Serotonin und das Schlafhormon Melatonin dient. Zu Eis gefroren, saugt dieser Mix Erdgas wie ein Schwamm auf.
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