pte20260220012 in Leben

Brustkrebs-Screening nach Diagnose sinnvoll

Laut neuer britisch-dänischer Analyse verbessern sich bei Stadium IV die Werte um 60 Prozent


Brustkrebspatientin: Vorsorgeuntersuchungen retten Leben (Foto: pixabay.com, Engin Akyurt)
Brustkrebspatientin: Vorsorgeuntersuchungen retten Leben (Foto: pixabay.com, Engin Akyurt)

London (pte012/20.02.2026/11:30)

Frauen mit Brustkrebs im Stadium IV, die durch ein Screening identifiziert worden sind, haben zehn Jahre nach der Diagnose eine Überlebenschance von 60 Prozent. Bei Patientinnen, deren Erkrankung nicht durch ein Screening erkannt wurde, liegt die Überlebensrate hingegen bei unter 20 Prozent, zeigt eine Studie des King's College London, der Queen Mary University London und der University of Southern Denmark.

Späte Behandlung sinnvoll

Laut den neuen Erkenntnissen kommt sogar im schwersten Stadium der Erkrankung ein Screening für eine erfolgreiche Behandlung nicht zu spät. Deratige Krebserkrankungen, die so erkannt werden, verfügen über eine größere Wahrscheinlichkeit eines chirurgischen Eingriffs, so die Forscher. Das lege nahe, dass obwohl sich der Krebs bereits ausgebreitet hat, diese eingeschränkt bleibt und eine komplette chirurgische Entfernung versucht werden kann.

Das Team hat die Aufzeichnungen des dänisches Brustkrebs-Screening-Programms für den Zeitraum von 2010 bis 2019 mit den nationalen Sterbeurkunden aus den Jahren 2010 und 2022 kombiniert. Danach wird die Sterblichkeit von Frauen mit Brustkrebs mit jener von gesunden Frauen verglichen, um die Übersterblichkeit durch Krebs zu schätzen.

Die einzigartige Sterblichkeit bei Frauen ohne Brustkrebs haben die Wissenschaftler, je nach ihren früheren Screenings, getrennt voneinander untersucht. Forschungsleiterin Amy Tickle vom King's College London hat das Überleben von Frauen, deren Krebs bei einem Screening nachgewiesen wurde, von Frauen, die nie untersucht worden waren und bei Frauen mit Screenings analysiert, deren Krebserkrankung dabei nicht erkannt wurde.

Stadium IV profitiert eindeutig

Bei Frauen mit Brustkrebs in den Stadien I, II und III gibt es durch die Vorgeschichte der Screenings keine Unterschiede beim Überleben. Beim Stadium IV entspricht die Prognose nach einer Erkennung durch ein Screening jedoch jener des Stadiums III. Diese Patientinnen leben dreimal so wahrscheinlich weitere zehn Jahre als andere Frauen mit Brustkrebs im Stadium IV. Die Forscher betonen im "Journal of the National Cancer Institute" die Wichtigkeit von Screenings.

(Ende)
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