pte20260213015 in Leben

Chemo-Kombitherapie erhält die Fruchtbarkeit

Melatonin und Zinkoxid-Nanopartikel bei Experimenten mit Ratten in iranischer Studie wirksam


Spermium: Chemotherapie wird künftig weniger schädlich (Foto: pixabay.com, Gerd Altmann)
Spermium: Chemotherapie wird künftig weniger schädlich (Foto: pixabay.com, Gerd Altmann)

Sari (pte015/13.02.2026/10:30)

Das Kombinieren von Melatonin mit Zinkoxid-Nanopartikeln schützt bei männlichen Ratten, die mit dem Chemotherapeutikum Cyclophosphamid behandelt wurden, die reproduktive Gesundheit. Zu dem Ergebnis kommt die Mazandaran University of Medical Sciences. Die Kombination dieser Antioxidantien hat bei Tests zur Verbesserung der Hormonwerte geführt und verringerte den oxidativen Stress. Letztlich blieben die für die Fortpflanzung wichtigen spermienbildenden Zellen erhalten.

Cyclophosphamid schädigt Zellen

Cyclophosphamid wird häufig zur Behandlung von Krebs und mit dem Immunsystem zusammenhängenden Erkrankungen eingesetzt. Das Medikament ist dafür bekannt, dass es schnell teilende Zellen schädigt. Dazu gehören auch die Zellen in den Hoden. Die Folge ist eine Reproduktionstoxizität. Die Forscher haben daher untersucht, ob Melatonin und/oder Zinkoxid-Nanopartikel diesen schädlichen Auswirkungen durch das Entgegenwirken beim oxidativen Stress verringert.

Die Experten haben 42 erwachsene männliche Ratten in sechs Gruppen aufgeteilt - eine davon zur Kontrolle. Eine andere Gruppe erhielt nur Cyclophosphamid. Den anderen Gruppen wurde Cyclophosphamid entweder mit Melatonin und/oder Zinkoxid-Nanopartikeln verabreicht. Die letzte Gruppe bekam schließlich nur Melatonin und Zinkoxid-Nanopartikel.

Alle Substanzen sind laut den Wissenschaftlern acht Wochen lang einmal pro Woche eingesetzt worden. Anschließend haben die Forscher die Werte der Sexualhormone, die Marker für oxidativen Stress, das Ausmaß der Enzymaktivität und die Anzahl der spermatogene Zellen in den Hoden ermittelt.

Kombinierte Gabe entscheidend

Ratten, die nur mit Cyclophosphamid behandelt worden sind, haben eine erhebliche reproduktive Schädigung aufgewiesen. Die Werte von Testosteron und des luteinisierenden Hormons sanken drastisch. Die antioxidative Enzymaktivität sank ebenfalls. Die Werte der Marker für oxidativen Stress erhöhten sich und die Zahl der spermienproduzierenden Zellen verringerte sich.

Melatonin oder Zinkoxid-Nanopartikel allein verbesserten diese Schäden nur teilweise. Die am stärksten ausgeprägte Wirkung stellte sich jedoch bei der kombinierten Gabe beider Substanzen ein, betonen die Fachleute. Dabei agiere Melatonin als potentes Antioxidans, das die schädlichen freien Radikale neutralisiere und die Schutzenzyme in den Zellen stimuliere. Gleichzeitig werde die Produktion von Testosteron und die Spermienreifung unterstützt.

Zink wiederum ist laut den Studienautoren für die männliche Fortpflanzungsfunktion von entscheidender Bedeutung. Als Nanopartikel kann es effektiv mit dem Gewebe interagieren, um so einen antioxidativen Schutz zu gewährleisten. Dem im Fachmagazin "Reproductive and Developmental Medicine" veröffentlichten Bericht nach sind jedoch klinische Studien erforderlich, um festzustellen, ob sich eine ähnliche Wirkung auch beim Menschen nachweisen lässt.

(Ende)
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