Biokohle im Futter von Rindern gut für das Klima
Experten der Agrarhochschule Shenyang belegen weniger Emissionen und Verbesserung der Böden
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Rinder: Tiere können Böden verbessern und das Klima schützen (Foto: Stephanie Albert, pixabay.com) |
Shenyang (pte001/16.02.2026/06:00)
Forscher der Agrarhochschule Shenyang reichern das Futter von Rindern mit Biokohle an und reduzieren somit deren Methan-Ausstoß erheblich. Denn das Klimagas treibt die Erderwärmung bis zu 30 Mal stärker voran als CO2. Dazu kommt, dass die Biokohle im Verdauungstrakt der Rinder leicht modifiziert wird, sodass sie gegenüber Umwelteinflüssen stabiler wird, der gebundene Kohlenstoff also nicht so schnell freigesetzt wird.
Kaskadenartiger Nutzen für Umwelt
Den Wissenschaftlern nach wirkt der Dung der Rinder bei entsprechender Fütterung zudem als Bodenverbesserer. Der Kohlenstoff trägt dazu bei, den Boden fruchtbarer zu machen, auch ohne synthetischen Dünger. Biokohle verbessert die Nährstoffspeicherung und die Wasserhaltefähigkeit des Bodens, betonen die Forscher aus China.
"Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Fütterung von Biokohle an Rinder einen kaskadenartigen Nutzen für die Umwelt haben kann. Das Material wird dadurch chemisch stabiler, wodurch es sich gut für die langfristige Kohlenstoffbindung eignet, wenn es über den Mist in den Boden zurückgeführt wird", schreiben die Experten. Jeglicher Kohlenstoff, der ganz oder für lange Zeit aus dem üblichen Kreislauf herausgelöst werde, halte den Klimawandel auf, weil er sich nicht oder erst mit großer Verspätung in CO2 umwandelt.
Stabilisierende Strukturen gefestigt
Analysen der Ausscheidungen von Rindern zeigen, dass 70 bis 90 Prozent der an Kühe verfütterten Biokohle in den Dungproben wiedergefunden wird. Wichtig ist, dass Strukturen der Biokohle, die einer mikrobiellen Zersetzung widerstehen, verstärkt wurden. Sie verbleibt also längere Zeit im Boden. Demzufolge trägt die Zugabe von Biokohle zum Rinderfutter dazu bei, die Emissionen in der Landwirtschaft erheblich zu reduzieren und gleichzeitig eine nachhaltige Lebensmittelproduktion zu unterstützen, betonen die Wissenschaftler abschließend.
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