Fitness im Alter oft von Einstellung abhängig
Körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit laut Studie der Yale University vom Selbstbild geprägt
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Senior auf der Bank: Für viele Ältere ist "Verfall" keine Option (Foto: Republica, pixabay.com) |
New Haven (pte004/06.03.2026/06:15)
Ältere Menschen können sowohl geistig als auch körperlich zulegen. Das zeigt eine Untersuchung von Becca R. Levy von der Yale University. Mit ihrem Team hat die Expertin Daten aus einer großen, national repräsentativen Studie über ältere Amerikaner ausgewertet und dabei festgestellt, dass fast die Hälfte der Erwachsenen ab 65 Jahren im Laufe der folgenden zehn Jahre eine messbare Verbesserung ihrer kognitiven und körperlichen Funktionen gezeigt hat.
Verbesserungen nicht selten
Die positive Entwicklung hat sich nicht auf eine kleine Gruppe außergewöhnlicher Personen bezogen. Vor allem die Einstellung der Menschen zum Altern selbst scheint relevant: "Viele Menschen setzen das Altern mit einem unvermeidlichen und kontinuierlichen Verlust der körperlichen und kognitiven Fähigkeiten gleich. Doch wir haben festgestellt, dass Verbesserungen im späteren Leben keine Seltenheit sind", meint Levy.
Zur Begründung zieht sie eine Hypothese heran, nach der ein wichtiger Faktor für eine positive Entwicklung die Grundeinstellung der Teilnehmer zum Alter ist - ob sie also zu Beginn der Studie eher positive oder eher negative Ansichten über das Altern hatten. Diejenigen mit positiveren Vorstellungen erfuhren signifikant häufiger Verbesserungen, selbst nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Bildung, chronischen Erkrankungen, Depressionen und Dauer der Nachbeobachtung.
Reservekapazitäten nutzen
"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass es oft eine Reservekapazität für Verbesserungen im späteren Leben gibt. Und da Altersvorstellungen veränderbar sind, eröffnet dies Möglichkeiten für Interventionen sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene", verdeutlicht Yale-Wissenschaftlerin Levy.
Die Verbesserungen beschränkten sich nicht auf Menschen, die zu Beginn der Studie bereits Beeinträchtigungen hatten. Auch unter den Teilnehmern, die anfangs über normale kognitive oder körperliche Funktionen verfügten, verbesserte sich ein erheblicher Teil im Laufe der Zeit. Das stelle die Annahme infrage, wonach Verbesserungen im späteren Leben nur darauf zurückzuführen sind, dass Menschen sich nach einer Krankheit erholen oder frühere Rückschläge überwinden.
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