Bambus hat das Potenzial zum "Superfood"
Viele Inhaltsstoffe sind laut Wissenschaftlern der Anglia Ruskin University gut für die Gesundheit
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Bambus: Verzehr reduziert Gesundheitsrisiken signifikant (Foto: Adi Purnanto, pixabay.com) |
Cambridge (pte002/22.01.2026/06:05)
Laut Forschern der Anglia Ruskin University (ARU) hat Bambus das Potenzial zum neuen "Superfood". Die schnell wachsende Pflanze, die es auf bis zu 90 Zentimeter pro Tag bringt, ist reich an Proteinen, fettarm, enthält moderate Mengen an Ballaststoffen, Aminosäuren, Selen sowie Kalium und ist eine natürliche Quelle für Vitamine wie Thiamin, Niacin, Vitamin A, Vitamin B6 und Vitamin E. China und Indien sind die weltweit größten Produzenten und auch Konsumenten.
Entzündungshemmende Wirkung
Jetzt hat die weltweit erste wissenschaftliche Untersuchung zu Bambus als Nahrungsmittel überraschend viele gesundheitliche Vorteilen identifiziert. Die Pflanze unterstützt die Blutzuckerkontrolle, bekämpft Entzündungen, verbessert die Darmgesundheit und wirkt als Antioxidans, macht also sogenannte Radikale unschädlich. Das sind hochreaktive Moleküle, die Krebs verursachen können.
Die Studie ist die erste, die alle veröffentlichten Forschungsergebnisse zum Bambuskonsum, einschließlich Humanstudien (In-vivo-Studien) und Laborexperimenten an menschlichen Zellen (In-vitro-Studien) zusammenfasst und analysiert. Bambus hemmt demnach die Bildung von Furan und reduziert die Bildung von Acrylamid. Dabei handelt es sich um giftige Chemikalien, die bei der Zubereitung bestimmter Lebensmittel durch Braten oder Rösten entstehen können
Das deutet den Experten nach darauf hin, dass Bambus dazu verwendet werden könnte, andere Lebensmittel sicherer zu machen. Die vielen Vorteile von Bambus können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Pflanze auch Gesundheitsgefahren in sich birgt. Dann nämlich, wenn dieser nicht richtig zubereitet wird, da einige Arten dieser Pflanze cyanogene Glykoside enthalten, die bei rohem Verzehr giftiges Cyanid freisetzen können.
Endgültige Empfehlungen gefragt
Darüber hinaus zeigt eine Studie, dass Bambussprossen Verbindungen enthalten, die die Produktion von Schilddrüsenhormonen beeinträchtigen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, einen Kropf zu entwickeln, der mit zahlreichen gesundheitlichen Komplikationen verbunden ist. Beide Risiken lassen sich durch sorgfältiges Kochen der Sprossen vermeiden, heißt es.
"Unsere Untersuchung zeigt, dass Bambus eindeutig das Potenzial zum Superfood hat. Aber es gibt noch Wissenslücken. Wir konnten nur vier Studien mit menschlichen Teilnehmern finden, die unseren Kriterien entsprachen, sodass weitere hochwertige Studien am Menschen erforderlich sind, bevor wir verbindliche Empfehlungen aussprechen können", so Gesundheitsexperte Lee Smith von der ARU.
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