Herzinfarkt-Folgen lassen sich künftig lindern
Schutzfunktion des Körpers wird künstlich verbessert - Hormon ANP nimmt Schlüsselrolle ein
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Herz: Hilfe für das infarktgeschädigte Pumporgan (OpenClipart-Vectors, pixabay.com) |
New York/Oxford/College Station (pte001/09.03.2026/06:00)
Mit einer neuen Therapie von Forschern der Columbia University, der Texas A&M University und der University of Oxford lassen sich die Folgen eines Herzinfarkts verringern. Sie stärkt die Selbstheilungskräfte des Körpers. Dieser schüttet nach einem Infarkt das Hormon ANP aus, das dazu beiträgt, die Belastung des Herzens zu verringern und langfristige Schäden zu begrenzen. Jedoch reicht die Menge oft nicht aus, um die Genesung wesentlich zu verbessern.
Unterstützung der Reparatur
Die neue Therapie sieht die Injektion eines Präparats vor, das dem Körper die Anweisung gibt, für eine bestimmte Zeit zusätzliches ANP zu produzieren. Das Hormon gelangt dann über den Blutkreislauf zum Herzen, wo es zur Stressreduzierung und Unterstützung der Reparatur beiträgt.
"Im Wesentlichen handelt es sich um eine Verstärkung des körpereigenen Schutzsystems für das Herz", sagt Ke Huang, Assistenzprofessor für Pharmazie an der Hochschule in Texas. "Der Körper nutzt ANP ja schon. Wir helfen ihm lediglich dabei, während einer kritischen Phase der Heilung eine ausreichende Menge zu produzieren."
Weg für ein gestärktes Herz
Selbst wenn Patienten den ersten Anfall überleben, wird das Herz oft mit der Zeit aufgrund von Narbenbildung und dem Verlust von gesundem Gewebe schwächer. Keine der derzeitigen Therapien kann diesen langfristigen Rückgang vollständig verhindern. "Unser Ziel ist es, das Herz genau dann zu schützen, wenn es am anfälligsten ist. Wenn wir diesen frühen Stress lindern und die Reparatur unterstützen, sind wir möglicherweise in der Lage, die Genesung des Patienten zu verbessern."
Huang ist sich sicher: Durch die zusätzliche Unterstützung des Herzens während der Genesungsphase wird die Narbenbildung reduziert, die noch gesunden Teile des Herzmuskels bleiben erhalten, die Pumpfunktion des Herzens verbessert sich und das Risiko langfristiger Komplikationen wird verringert. Das Team wird die Sicherheit des Verfahrens weiter untersuchen sowie Zeitpunkt und Dosierung optimieren, bevor die klinische Erprobung am Menschen beginnt, heißt es.
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