Neues Airbag-System schützt Radrennfahrer
Sensoren von Aerobag-Innovation erfassen sämtliche Körperbewegungen 200 Mal pro Sekunde
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Airbag für Radfahrer: So lassen sich Sportler bei Unfällen umfassend schützen (Foto: aerobag.eu) |
Turnhout (pte014/21.01.2026/11:30)
Aerobag hat ein Airbag-System für Profiradfahrer und ambitionierte Amateure entwickelt, das Hals, Wirbelsäule, Brust und Hüfte vor harten Stößen schützt. Sensoren erfassen 200 Mal pro Sekunde alle Körperbewegungen. Werden bevorstehende Stürze anhand typischer Bewegungen erkannt, zündet der Airbag. Dann schießt unter Druck stehendes CO2 aus einer Kartusche durch Schläuche aus thermoplastischem Polyurethan in die Kissen und bläst diese auf.
System wiederverwendbar
Das Aufblasen des Airbags geschieht laut Hersteller innerhalb von 100 Millisekunden, sodass der Schutz besteht, wenn der Fahrer auf den Boden aufschlägt oder in der Leitplanke landet. Kartusche und Mikroprozessor, der die Daten der Sensoren auswertet, befinden sich in einem aerodynamisch geformten Rucksack, und die Schläuche werden körpernah verlegt, heißt es. Die schützenden Kissen würden nach einem Sturz zusammengepresst, sodass das CO2 entweicht.
Der Fahrer kann sie dann, laut Aerobag, wieder anlegen und weiterfahren. Allerdings muss die Kartusche ausgetauscht werden. Die Entwicklung ist nicht die erste, die Radler bei Stürzen vor schweren Verletzungen schützen soll. Bisher angebotene Ausrüstungen benötigen allerdings Spezialkleidung, in die die Polster integriert sind, während der Aerobag zusätzlich zur normalen Rennkleidung angelegt wird. Zudem ist das System leichter als die bisherigen Ausrüstungen und wird deshalb eher von Profiradlern genutzt, hoffen die Entwickler. Immerhin verletzen sich pro Saison einige 100 schwer, manche sogar tödlich.
"Team Picnic PostNL" testet
Quinton Van Loggerenberg, Mitbegründer von Aerobag, beziffert den Preis für das System auf 700 bis 850 Euro. Angesichts der Kosten für ein Profirennrad, die schnell 15.000 Euro erreichen, ist das nicht viel. Das niederländische "Team Picnic PostNL" wird die neue Schutzausrüstung in der bald beginnenden Saison 2026 im Training und möglicherweise auch in Rennen nutzen, informiert Aerobag abschließend.
(Ende)
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