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pte20210722001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Auf geistigen Verfall folgt Knochenschwund

Untersuchung des Garvan Institute of Medical Research für Früherkennung von Osteoporose


Frau: auf geistigen Verfall folgt Knochenschwund (Foto: Free-Photo, pixabay.com)
Frau: auf geistigen Verfall folgt Knochenschwund (Foto: Free-Photo, pixabay.com)

Darlinghurst (pte001/22.07.2021/06:00) -

Forscher des Garvan Institute of Medical Research https://www.garvan.org.au/ im australischen Darlinghurst haben einen Zusammenhang zwischen geistigem Verfall und einem schnelleren Knochenabbau entdeckt, der das Risiko von Frakturen erhöht. Der Knochenabbau wird fünf Jahre nach der Feststellung eines geistigen Verfalls sichtbar. Frauen sind davon deutlich stärker betroffen als Männer. In der Studie beobachteten die Forscher Personen im Alter von 65 Jahren und mehr über 16 Jahre. Das Ergebnis ist möglicherweise ein neuer Ansatz, um ältere Menschen mit einem Frakturrisiko zu identifizieren.

[b]Krankheiten bleiben lange unentdeckt[/b]

„Knochenschwund und kognitiver Abbau sind große Probleme der öffentlichen Gesundheit, aber beides sind 'stumme Krankheiten', die für lange Zeit unentdeckt und unbehandelt bleiben können", sagt Professor Jacqueline Center, Leiterin der Abteilung Klinische Studien und Epidemiologie bei Garvan. Oft würden diese beiden Erkrankungen erst diagnostiziert, wenn sie schon weit fortgeschritten sind.

[b]Erste systematische Untersuchung[/b]

Weltweit sind 200 Millionen Menschen von Osteoporose und mehr als 35 Millionen von Demenz betroffen – Zahlen, die sich in den nächsten zwei Jahrzehnten aufgrund der weltweit steigenden Lebenserwartung voraussichtlich verdoppeln werden. Es habe den Verdacht gegeben, dass Knochenabbau und geistiger Verfall in einem Zusammenhang stehen doch das sei bisher nirgend systematisch untersucht worden, sagt Dana Bliuc vom Garvan Institute, die die Studie gemeinsam mit Center angefertigt hat.

Das Team verwendete Daten der Canadian Multicentre Osteoporose Study, die die Skelettgesundheit bei Menschen, die seit 1995 in der Gemeinde leben, dokumentiert. Die Forscher untersuchten die kognitiven und Knochengesundheitsmessungen von 1741 Frauen und 620 Männern im Alter von 65 Jahren und älter, die zu Beginn der Studie keine Symptome eines kognitiven Verfalls zeigten.

[b]Signifikanter Zusammenhang[/b]

„Nachdem wir alle anderen Variablen bereinigt hatten, beobachteten wir einen signifikanten Zusammenhang zwischen einem Rückgang der kognitiven Gesundheit und dem Knochenverlust bei Frauen. Dieser Zusammenhang war bei Männern schwächer und statistisch nicht signifikant", sagt Bliuc.

(Ende)
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