Emojis im Job verweisen auf Inkompetenz
Absender werden laut Untersuchung der University of Ottawa auch als eher unehrlich angesehen
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Emojis: Diese können unangenehme Folgen haben (Foto: Florian Pircher, pixabay.com)
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Ottawa (pte004/10.04.2026/06:15)
In der elektronischen Kommunikation zwischen Geschäftspartnern, eigenen Mitarbeitern und denen anderer Unternehmen haben Emojis besser nichts zu suchen. Das sagen Forscher der University of Ottawa. Ihnen zufolge kommen Emojis in geschäftlicher Korrespondenz nicht sonderlich gut an. Wer darauf verzichtet, wird als kompetenter und professioneller wahrgenommen als derjenige, der seine Schreiben mit Emojis "schmückt".
Alles andere als neutral
Vor allem Emojis, die negative Gefühle übermitteln, würden als unangemessen für die Kommunikation am Arbeitsplatz angesehen, da sie die Absender weniger kompetent erscheinen ließen, insbesondere wenn die Nachricht selbst positiv oder neutral sei. Auch die Geschlechterdynamik spielt laut den Experten eine Rolle. Negative Nachrichten, die von Frauen mit Negativ-Emojis versehen werden, sehen vor allem Frauen skeptisch. Männern sehen ihnen das eher nach.
"Unsere Erkenntnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, sich der potenziellen Auswirkungen von Emojis auf berufliche Interaktionen bewusst zu sein. Emojis sind nicht einfach neutrale Ergänzungen zu Textnachrichten; sie können beeinflussen, wie andere uns wahrnehmen, insbesondere in Bezug auf Kompetenz und Angemessenheit", sagt Expertin Erin L. Courtice.
Schlechte News bleiben so
Positiv-Emojis mildern schlechte News oder kritisches Feedback nicht ab. Widersprüchliche Signale beeinträchtigten zudem die Bereitschaft des Empfängers zur Zusammenarbeit bei künftigen Projekten. Zudem erhöhen sie nicht die Aufmerksamkeit des Empfängers für den Inhalt des Textes. In einer negativen Nachricht könnten positive Emojis sogar den Eindruck erwecken, der Absender sei unehrlich und unaufrichtig. Negativ-Emojis sollten generell vermieden werden, da sie auf Inkompetenz schießen ließen.
Courtice hat mit ihrer Kollegin Isabelle Boutet zusammengearbeitet, die sowohl untersucht, wie Menschen soziale Signale analysieren, die durch den Gesichtsausdruck vermittelt werden, als auch, wie digitale Kommunikation durch Emojis beeinflusst wird, die Emotionen und soziale Eigenschaften vermitteln sollen.
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