pte20260126003 in Leben

Aminosäure gegen gefährliche Entzündungen

Salk Institute for Biological Sciences korrigiert die Fehlleitung des Immunsystems ganz natürlich


Janelle Ayres: Wissenschaftlerin bändigt das Immunsystem (Foto: salk.edu)
Janelle Ayres: Wissenschaftlerin bändigt das Immunsystem (Foto: salk.edu)

La Jolla (pte003/26.01.2026/06:05)

Die Ergänzung der alltäglichen Nahrung mit der Aminosäure Methionin lässt Entzündungen harmloser verlaufen, die bei einer Fehlfunktion des Immunsystems zu schweren Erkrankungen bis hin zum Tod führen können. Laut Forschern um Janelle Ayres vom Salk Institute for Biological Sciences ist das Präparat auch hilfreich für Patienten mit Nierenerkrankungen oder Nierenversagen sowie für Dialysepatienten.

Zweischneidiges Schwert

Für viele Menschen ist eine Entzündung, unabhängig von der Art der Infektion oder Verletzung, die eigentliche Ursache für einen Abwärtsverlauf bis hin zum Tod. Entzündungen erfüllen zwar eine wichtige Schutzfunktion, indem sie Alarm schlagen und Immunzellen mobilisieren. Dennoch sind sie letztlich ein zweischneidiges Schwert - eine mächtige Waffe gegen Eindringlinge, aber ebenso gefährlich, wenn sie nicht richtig reguliert werden.

Da Infektionen zu den stärksten Auslösern von entzündungsbedingten Schäden gehören, hat das Team ein Mausmodell für Infektionen genutzt und dabei herausgefunden, dass die Nahrungsergänzung mit der Aminosäure Methionin infizierte Mäuse vor entzündungsbedingtem Gewichtsverlust, einer Funktionsstörung der Blut-Hirn-Schranke und dem Tod schützte. Methionin erreicht all dies durch die Steigerung der Nierenfiltration und offenbart damit eine unterschätzte Rolle der Nieren.

Immunsystem ausbalanciert

"Das Immunsystem muss eine Entzündung so ausbalancieren, dass es den Eindringling angreift, ohne gesunde Zellen im Körper zu schädigen", sagt Ayres' Postdoktorandin Katia Troha. Bei Mäusen, die mit Yersinia pseudotuberculosis infiziert waren, verbesserte das Methionin die Nierenfunktion und schützte sie vor Auszehrung, Funktionsstörungen der Blut-Hirn-Schranke und dem Tod schützte, ohne die Fähigkeit ihres Immunsystems zu beeinträchtigen, den Eindringling abzutöten.

"Unsere Ergebnisse ergänzen die wachsende Zahl von Belegen dafür, dass gängige Nahrungsbestandteile als Medikamente eingesetzt werden können. Durch die Untersuchung dieser grundlegenden Schutzmechanismen entdecken wir überraschende neue Wege, um Menschen, die dazu bestimmt sind, krank zu werden und zu sterben, genesen zu lassen. Eines Tages könnte etwas so Einfaches wie eine Nahrungsergänzung für einen Patienten den Unterschied ausmachen", so Ayres.

(Ende)
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