pte20260313015 in Leben

Medizinisches Cannabis hilft bei Endometriose

Studie der der University of Otago weist eindeutige Verbesserungen in der lebensqualität nach


Cannabis: Pflanze hilft bei Schmerzen durch Endometriose (Foto: pixabay.com, TinaKru)
Cannabis: Pflanze hilft bei Schmerzen durch Endometriose (Foto: pixabay.com, TinaKru)

Dunedin (pte015/13.03.2026/11:30)

Medizinisches Cannabis könnte eine neue Behandlungsmöglichkeit für Endometriose darstellen. Das sagen Forscher der University of Otago. Danach verringert sich der Schmerz, der Schlaf verbessert sich und die Angstgefühle werden.

An der Studie habne 28 Personen mit Endometriose und/oder damit in Verbindung stehenden Schmerzen im Beckenbereich teilgenommen. Ihnen wurde drei Monate lang CBD-Öl (Cannabidiol) allein oder in Kombination mit getrockneten Cannabisblüten verschrieben.

Schmerztagebuch geführt

Die Teilnehmer haben wöchentlich die Schmerzwerte auf einer numerischen Skala aufgezeichnet. 0 stand für keine und 10 für die schlimmsten Schmerzen. Zusätzlich füllten sie vor Beginn der Studie und am Ende der zwölf Wochen einen Fragebogen zum "Endometriosis Health Profile" aus. 17 Personen wurden am Ende der Studie zu ihren Erfahrungen interviewt.

Laut Forschungsleiterin Claire Henry nahmen die allgemeinen Schmerzen im Beckenbereich in dieser Gruppe von einem Wert von 5,4 auf 3,7 ab. Die Werte der schlimmsten Schmerzen sanken von 7,6 auf 5,3. Zudem ergab sich eine klinisch relevante Verbesserung der gesundheitsbezogenen Werte bei den Punktezahlen der Lebensqualität. Details sind in "BMC Complementary Medicine and Therapies" nachzulesen.

Begrenzte Wirksamkeiten

Henry räumt ein, dass CBD nicht bei allen Menschen in gleicher Weise funktioniert. Bei manchen Personen verändern die Auswirkungen jedoch das Leben. Das bezog sich zum Beispiel auf den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben oder die Erfüllung des Kinderwunsches. Ein besserer Schlaf und weniger Angst hatten fast die gleiche Auswirkung auf die Lebensqualität als die Verringerung der Schmerzen, betont die Forscherin.

Laut Schätzungen leidet eine von neun Personen, die bei der Geburt als weiblich eingestuft wurden, unter Endometriose. Dabei handelt es sich um eine Ansiedlung der Schleimzellen außerhalb der Gebärmutter. Sie führt, durch den hormonellen Zyklus angetrieben, zu Entzündungen, Schmerzen, Vernarbungen und einer verringerten Fruchtbarkeit. Henry zufolge geht die Behandlung derzeit häufig mit Nebenwirkungen einher.

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