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pte20210924015 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

Deutsche Alterung wird zur Wachstumsbremse

Ende 2026 nur noch knapp 0,9 Prozent - Ab 2026 fallen jährlich rund 130.000 Erwerbstätige weg


Rentner: Ruhestand vieler wird zum Problem (Foto:  Bruno/Germany, pixabay.com)
Rentner: Ruhestand vieler wird zum Problem (Foto: Bruno/Germany, pixabay.com)

Kiel (pte015/24.09.2021/13:55) - Deutschlands Wachstumsperspektiven verschlechtern sich aufgrund des demografischen Wandels deutlich. Laut Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel) http://ifw-kiel.de dürfte das Wirtschaftswachstum Ende 2026 nur noch knapp 0,9 Prozent betragen. Damit läge das Potenzialwachstum über 0,5 Prozentpunkte unter seinem langjährigen Durchschnitt und hätte ausgehend von 1,4 Prozent über ein Drittel verloren.

Zenit bereits 2023 überschritten

Den Berechnungen der Kieler Wirtschaftsforscher zufolge ist der Zenit bei der Beschäftigung mit knapp 46 Mio. Erwerbstätigen im Jahr 2023 überschritten. Folglich scheiden ab dem Moment mehr Personen aus dem Erwerbsleben aus als neu hinzukommen. Eine höhere Zuwanderung und eine höhere Partizipationsrate am Arbeitsmarkt, wenn also etwa über bessere Kinderbetreuung oder flexiblere Arbeitszeitmodelle Menschen mehr oder überhaupt arbeiten können, dämpfen zwar den Effekt, können ihn aber nicht aufhalten. Ab 2026 verliert Deutschland jährlich rund 130.000 Personen im erwerbsfähigen Alter.

Dies kostet Deutschland einen erheblichen Teil seiner Wachstumskräfte, so die Ökonomen. Die bei Normalauslastung mögliche Zunahme an Wirtschaftsleistung dürfte Ende 2026 nur noch knapp 0,9 Prozent betragen. Damit läge das Potenzialwachstum über 0,5 Prozentpunkte unter seinem langjährigen Durchschnitt und hätte ausgehend von 1,4 Prozent über ein Drittel verloren. "Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange - in der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre wird sich dieser Trend fortsetzen", so IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths.

(Ende)
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