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pte20210923024 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Meeres-Hundertfüßer in Nordsee entdeckt

Als verschollen geglaubte Art zweimal in Dagebüll und einmal auf der Insel Sylt gefunden


Meeres-Hundertfüßer Strigamia maritima (Foto: Hans Reip, bit.ly/3ij2f0z)
Meeres-Hundertfüßer Strigamia maritima (Foto: Hans Reip, bit.ly/3ij2f0z)

Görlitz/Bonn (pte024/23.09.2021/11:00) - Der in Deutschland lange für verschollen gehaltene Meeres-Hundertfüßer Strigamia maritima ist an mehreren Orten in Schleswig-Holstein wieder aufgetaucht. Forscher Hans Reip vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz http://bit.ly/3ij2f0z hat 35 potenziell geeignete Standorte auf den Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Nordstrand, Pellworm sowie am nordfriesischen Festland untersucht und wurde im Sommer an drei Standorten fündig: zweimal in Dagebüll an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins und einmal auf Sylt.

Gezielte Nachsuchen erforderlich

Nach den Funden wird der Meeres-Hundertfüßer nun als etablierte, wenn auch extrem seltene Art in das Gesamtartenverzeichnis der neuen Roten Liste http://rote-liste-zentrum.de aufgenommen. Die derzeitige Rote Liste der Hundertfüßer ist fünf Jahre alt und soll aktualisiert werden. Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten der Roten Listen Deutschlands setzt das Rote-Liste-Zentrum neben der Erfassung von verfügbaren Daten und Monitoring-Ergebnissen auf gezielte Nachsuchen.

Auch wenn Funde wie die des Meeres-Hundertfüßers sehr gute Nachrichten sind: Oftmals ist das Ergebnis der Nachsuchen negativ. Auch das ist ein wichtiges Resultat, unterstreicht der Wissenschaftler, denn zeigt es doch, dass ein wirksamer Habitatschutz unverzichtbar ist, um das Aussterben von weiteren Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland zu verhindern.

(Ende)
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