Hightech

HIGHTECH

11.06.2021 - 10:00 | ESET Deutschland GmbH
11.06.2021 - 06:10 | pressetext.redaktion
10.06.2021 - 11:00 | pressetext.redaktion

BUSINESS

11.06.2021 - 15:10 | Agentur für Gesundheit & Wellness
11.06.2021 - 15:05 | FH St. Pölten
11.06.2021 - 11:31 | pressetext.redaktion

MEDIEN

11.06.2021 - 10:32 | pressetext.redaktion
11.06.2021 - 06:00 | pressetext.redaktion
10.06.2021 - 12:00 | pressetext.redaktion

LEBEN

12.06.2021 - 09:30 | PRK MEDIA Beat René Roggen
11.06.2021 - 13:32 | pressetext.redaktion
11.06.2021 - 13:00 | Verein "Spielerhilfe"
pte20210331001 Medizin/Wellness, Technologie/Digitalisierung

Cochlea-Implantat misst auch Gehirnströme

Optimale Einstellung nach objektiven Kriterien - Besonders nützlich für Demente und Kinder


Normales Hörgerät: Forscher nutzen Digitales (Bild: Hans Snoek, pixelio.de)
Normales Hörgerät: Forscher nutzen Digitales (Bild: Hans Snoek, pixelio.de)

Löwen (pte001/31.03.2021/06:00) - Forscher der Katholischen Universität Löwen http://kuleuven.be haben erstmals Gehirnströme direkt über ein Cochlea-Implantat gemessen. Sie zeigen objektiv an, wie gut oder schlecht das Gehör einer Person ist. Die Cochlea, auch Gehörschnecke genannt, überträgt den Schall als Signal ins Gehirn. In die Cochlea lässt sich ein Implantat einsetzen, das diese Signale verstärkt. Im Fall der Forschung in Löwen ist das Implantat eine modifizierte Hörhilfe.

Feedback nicht mehr nötig

Cochlea-Implantate werden von Audiologen an das Hörempfinden angepasst. Diese sind dabei auf das Feedback der Schwerhörigen angewiesen. Sie müssen sagen, ob sie bei einer bestimmten Einstellung des Geräts gut hören und ob es besser oder schlechter wird, wenn diese geändert wird. Bei Kindern und Menschen mit Demenz funktioniert das Feedback oft nicht. Dies führt zu einem Implantat, das nicht optimal abgestimmt ist.

Eine mögliche Lösung besteht darin, das Implantat basierend auf Gehirnströmen anzupassen, die Infos darüber enthalten, wie die Person die Geräusche verarbeitet, die sie hört. Diese Art der objektiven Messung kann per EEG durchgeführt werden, bei der Elektroden auf dem Kopf befestigt werden. Es wäre jedoch effizienter, wenn das Implantat selbst die Gehirnwellen aufzeichnen könnte, um die Hörqualität zu messen, sagt auch der Gerätehersteller Cochlear http://cochlear.com , der seine Zentrale in Sydney hat. In Belgien ist er in Mechelen angesiedelt.

Gehör im Alltag überwachbar

Ein Cochlea-Implantat enthält Elektroden, die den Hörnerv stimulieren. Auf diese Weise werden Schallsignale an das Gehirn übertragen. "Wir haben es so umgebaut, dass es weiterhin als Hörgerät funktioniert, die Gehirnströme aber auszulesen sind", sagt der Postdoktorand Ben Somers von der Abteilung für experimentelle Hals-Nasen-Ohren-Medizin. Die Aufzeichnung der Gehirnströme funktioniere sogar besser als beim EEG.

Ein Implantat, das die Hörqualität selbst messen kann, habe verschiedene Vorteile, fügt Co-Autor Tom Francart hinzu. "Wir erhalten objektive Messergebnisse, die nicht von den Eingaben des Benutzers abhängen." Zusätzlich könne man das Gehör einer Person im Alltag überwachen. Ein Audiologe könne die Daten sogar aus der Ferne abrufen und das Implantat bei Bedarf anpassen.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail: kempkens@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.233 Abonnenten
|
190.501 Meldungen
|
78.020 Pressefotos
Top