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pte20181214001 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Opioid-Epidemie: Impfstoff in Sichtweite

Wissenschaftler testen neue sogenannte monoklonale Antikörper erfolgreich an Mäusen


Impfstoff: Neuer Ansatz gegen Opioid-Epidemie (Foto: pixelio.de, Andreas Morlok)
Impfstoff: Neuer Ansatz gegen Opioid-Epidemie (Foto: pixelio.de, Andreas Morlok)

La Jolla (pte001/14.12.2018/06:00) - Forscher des The Scripps Research Institute http://scripps.edu haben monoklonale Antikörper entwickelt, die gegen mehrere synthetische Opioide wirksam sind. Dazu gehören auch Fentanyl und die tödlichste Form dieser Substanzen, nämlich Carfentanil. Damit könnten die Opioidabhängigkeit und die Anzahl der Todesfälle durch eine Überdosis verringert werden.

Schutz gegen Überdosis

Synthetische psychoaktive Substanzen sind in den vergangenen Jahren zur ernsten Bedrohung der öffentlichen Gesundheit geworden. Besonders betroffen sind Fentanyle. Dabei handelt es sich um eine große Gruppe synthetischer Opioide, die bis zu 10.000 Mal wirksamer sein können als Morphium. Synthetische Opioide verfügen über eine hohe Suchtwirkung und haben häufig tödliche Folgen. Von den 2017 in den USA rund 72.000 Todesfällen durch eine Überdosis standen rund 30.000 mit diesen Substanzen in Verbindung.

Für die Studie hat das Team um Kim Janda bei Tieren die Wirksamkeit von Impfstoffen untersucht, die neu entwickelte Opioid-Antikörper enthalten. Getestet wurden die Antikörper mittels einer häufig bei derartigen Versuchen eingesetzten Schmerzreaktion. Dafür wurde ein erhitzter Lichtstrahl auf den Schwanz einer Maus gerichtet. Gemessen wird, wie lange das Tier braucht, um seinen Schwanz zurückzuziehen. Rasche Reaktionen weisen darauf hin, dass das Tier Schmerz empfindet. Eine längere Reaktionszeit ist ein Hinweis darauf, dass die Schmerzreaktion nur gedämpft einsetzt.

Impfstoff blockiert Medikamente

Die Mäuse erhielten Opioide wie Fentanyl oder Carfentanil. Ohne Antikörper kam es zu einer großen Verzögerung beim Zurückziehen des Schwanzes. Damit liegt laut den Forscher nahe, dass die Tiere keinen Schmerz verspürten. Wurde ihnen der Antikörper verabreicht, normalisierte sich die Reaktionszeit wieder. Daraus schlossen die Wissenschaftler, dass der Impfstoff die analgetische Wirkung des Medikaments blockierte.

In einem weiteren Versuch wurde getestet, ob der Impfstoff auch vor einer tödlichen Überdosis schützt. Den Tieren wurden der Impfstoff und eine tödliche Dosis Fentanyl verabreicht. Alle geimpften Mäuse waren im Gegensatz zu den anderen Tieren vor der Überdosis geschützt. Die Antikörper waren auch gegen andere Arten von Fentanyl, inklusive Carfentanil und sieben andere vergleichbare Substanzen, wirksam. Diese Wirksamkeit bestand bei den Schmerz- und den Letalitätstests. Die Forscher arbeiten bereits an menschlichen Antikörpern.

Ein synthetischer Impfstoff könnte auch als prophylaktische Maßnahme eingesetzt werden. Damit ließen sich Personen schützen, bei denen ein Risiko besteht, dass sie mit diesen Medikamenten in Kontakt kommen. Dazu gehören Ersthelfer. Bei dieser Personengruppe ist es vereinzelt durch das Einatmen von geringen Mengen Fentanyl zur Überdosis gekommen. Eine entsprechende Version des Impfstoffes könnte laut Janda eines Tages auch zum Schutz von Drogenhunden eingesetzt werden.

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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