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pte20171113024 Unternehmen/Finanzen, Sport/Events

E-Sport global beliebt, aber finanziell benachteiligt

Generationswechsel kommt: Experten sehen Gefahr für das Fernsehen


Gaming: Absatz hinkt trotz Beliebtheit hinterher (Foto: Robert Kraus/pixelio.de)
Gaming: Absatz hinkt trotz Beliebtheit hinterher (Foto: Robert Kraus/pixelio.de)

Montpellier/New York (pte024/13.11.2017/13:30) - E-Sport erfreut sich weltweit immer größerer Beliebtheit, doch der finanzielle Gewinn bleibt, verglichen mit der Popularität, bislang eher klein. Branchen-Experten wie Laurent Michaud von Idate http://en.idate.org mahnen, dass der Sektor E-Sport wirtschaftlich unbedingt reifen muss und die Bereitstellung von Geldmitteln sicherstellen sollte, um sich auf lange Zeit in der Sportwelt zu verankern. Der Generationswechsel sei jedoch ein großes Sprungbrett.

Generationswechsel wichtig

"In diesem Jahr sollte E-Sport insgesamt knapp über 850 Mio. Euro einbringen. Studien zeigen, dass die Branche 2021 etwa das Dreifache verdienen wird. Jedoch steht das gegen einen globalen Videospielmarkt, der rund 65 Mrd. Euro pro Jahr einnimmt", so Laurent Michaud von Idate die Problematik. Laut einer aktuellen Studie von Nieseln Sports http://nielsensports.com bringt ein durchschnittlicher E-Sport-Fan im Jahr etwa drei Euro ein, während Fußball auf den einzelnen Fan etwa das Zehnfache generiert.

"Menschen haben Angst vor dem, was sie nicht verstehen. Es gibt noch immer eine Generation, die nichts über Videospiele weiß. Vor 20 Jahren war dies eine Mehrheit, nun etwa die Hälfte. Künftig werden noch wesentlich weniger Menschen da sein, die davon nichts verstehen", sagt Ralf Reichert, Gründer der Electronic Sports League http://eslgaming.com . Der langsam eintretende Generationswechsel sei für den Bereich des E-Sports ein Vorteil.

Keine Zukunft im Fernsehen

"Unsere Stadien sind noch immer ausverkauft - aber die Clubs sollten sich nicht zu sicher fühlen, denn das Publikum ist nicht mehr so jung. Traditionelle Sportarten müssen generell keine Angst vor E-Sports haben - aber das Fernsehen muss", erläutert Tim Reichert von Schalke 04 http://schalke04.de . "Wir befinden uns immer noch an dem Punkt, an dem wir Broadcastern und Sponsoren ausbilden müssen, wie man mit dem neuen, komplizierten Publikum umgeht, das kein Fernsehen schaut und Ad-Blocker hat", so Reichert. Generell sehen die Experten die Zukunft des E-Sports nicht im Fernsehen, sondern im Internet.

(Ende)
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