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Fr, 14.07.2017 12:30
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pte20170714014 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen

USA und England: Visa erklärt Bargeld den Krieg

Investitions-Boni für Lokale, die nur noch elektronisch abrechnen
Bargeld-Ersatz: Visa setzt auf Investitions-Boni (Foto: frankieleon, flickr.com)
Bargeld-Ersatz: Visa setzt auf Investitions-Boni (Foto: frankieleon, flickr.com)

London/San Francisco (pte014/14.07.2017/12:30) - Die Kreditkartengesellschaft Visa will laut CEO Al Kelly "Bargeld aus dem Geschäft drängen". In Großbritannien und den Vereinigten Staaten macht das Unternehmen damit nun Ernst. Dort können sich Restaurants einen Investitions-Bonus für kontaktlose Zahlungstechnologien sichern, wenn sie dafür dem Bargeld abschwören. "Wir erklären Bargeld den Krieg", meint Visa-Sprecher Andy Gerlt unverhohlen. Für Kritiker grenzt die Aktion freilich an Bestechung der Kleinunternehmer.

Viel Geld für kein Geld

In den USA verspricht Visa im Rahmen seiner "Cashless Challenge" http://usa.visa.com/about-visa/cashless.html 50 Kleinunternehmen bis zu 10.000 Dollar für Investitionen in nötige Upgrades ihrer Bezahltechnologien, wenn diese dafür künftig auf Barzahlung verzichten. Im Fokus stehen Restaurants und andere Shops, die Nahrungsmittel verkaufen. Ähnliches gilt in Großbritannien, wo Visa laut "Daily Telegraph" eine ähnliche Aktion vorbereitet. Tausende Pfund und kostenlose Upgrades auf Kontaktlos-Technologien sollen demnach britische Lokale zum Bargeldverzicht verleiten.

"Da 70 Prozent der Welt, also über fünf Mrd. Menschen, bis 2020 dank mobilen Geräten online sein werden, haben wir eine unglaubliche Chance, Händler wie Konsumenten über die Effektivität der Bargeldlosigkeit aufzuklären", sagt Jack Forestell, Visa Head of Global Merchant Solutions. Denn dem Kreditkartenunternehmen zufolge könnten allein in New York City Unternehmen 6,8 Mrd. Dollar mehr einnehmen und 186 Mio. Arbeitsstunden einsparen, wenn sie stärker auf elektronische Zahlungsmethoden setzen.

Profitmaximierung als Ziel

Freilich geht es Visa wohl nur sekundär um potenzielle Mehreinnahmen der Partner, sondern letztlich um den eigenen Profit. Immerhin zahlen britische Händler schon jetzt jährlich rund 800 Mio. Pfund an Gebühren für über zehn Mrd. Kreditkartentransaktionen. Gelingt es, Bargeld aus dem Markt zu drängen, würden Kreditkartenunternehmen wie Visa ein noch größeres Stück vom Kuchen abbekommen.

Kritisch sehen Konsumentenschützer die in den USA gestartete und für Großbritannien geplante Aktion. "Es ist leicht, das als Bestechung einzustufen. Doch letztendlich bieten sie Unternehmen Anreize, Bargeld abzuschaffen, und das ist nicht die Aufgabe von Leuten wie Visa", meint James Daley, Chef von Fairer Finance http://fairerfinance.com , gegenüber der "BBC". Andere Kritiker warnen zudem, dass teilnehmende Restaurants durch das Bargeldverbot Kunden abschrecken und somit Umsatzeinbußen erleiden könnten. Visa indes hat schon angedeutet, die Aktion international ausweiten zu wollen.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
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