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pte20150513001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

"Robot Penis" macht bisherige Transplantate obsolet

Neues Bioplastik und Sensoren sollen sexuelles Lustgefühl ermöglichen


OP-Besteck: Forscher bauen neue Penis-Prothese (Foto: pixelio.de, M. Bührke)
OP-Besteck: Forscher bauen neue Penis-Prothese (Foto: pixelio.de, M. Bührke)

Pisa (pte001/13.05.2015/06:00) - Drei junge Ingenieure an der Technischen Hochschule Scuola Superiore Sant'Anna in Pisa http://www.sssup.it haben sich zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, die die Entwicklung eines "smarten" männlichen Gliedes zum Ziel hat. Mithilfe des "Robot Penis" sollen die bisher üblichen Implantate künftig durch ein Kunstorgan ersetzt werden.

Stimulierung und Erektion

"Was wir wollen, ist eine dem natürlichen Organ möglichst in allen Eigenschaften nahe kommende Lösung", so Projketleiter Sergio Tarantino. Verwendet wird deshalb ein aus elastischem Bioplastik gefertigtes Material, auf dessen Oberfläche eine Vielzahl von Sensoren angebracht sind. Die von ihnen aufgenommenen Informationen werden über einen Mikrocontroller verarbeitet. Mit dem Nervensystem in Verbindung stehende Elektroden sorgen für Stimulierung und Erektion.

Robot Penis soll eine echte Alternative zur herkömmlichen plastischen Chirurgie bieten. "Das gilt sowohl für den Fall einer Penektomie als auch für Personen, die sich für eine Geschlechtsumwandlung entschieden haben", erläutert Tarantino. Ihnen soll ein vollwertiges Lustgefühl und Sexualleben ermöglicht werden. Der erste funktionsfähige Prototyp wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 vorgestellt, während für eine Serienproduktion und Vermarktung noch mehrere Jahre vergehen werden.

Finanzierung als Problem

Hauptproblem ist derzeit das zur Finanzierung des Projekts erforderliche Startkapital. Dazu haben bereits einige italienische Unternehmen ihr Interesse angemeldet. Die Scuola Superiore Sant'Anna bietet gute Voraussetzungen: Die Technische Hochschule ist unter anderem durch die Entwicklung von Robotern zur Betreuung von älteren und behinderten Menschen bekannt.

(Ende)
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Ansprechpartner: Harald Jung
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