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pte20110727023 Unternehmen/Finanzen, Umwelt/Energie

Fukushima: Flaues Medieninteresse schadet Ökostrom

Deutsche Verbraucher wollen Anbieter nicht mehr sofort wechseln


Blume auf Solardach: Ökostrom weiter gefragt (Foto: pixelio.de, K.-U. Gerhardt)
Blume auf Solardach: Ökostrom weiter gefragt (Foto: pixelio.de, K.-U. Gerhardt)

Heidelberg (pte023/27.07.2011/13:30) - Seitdem die Folgen des Erdbebens von Japan nicht mehr täglich in den Medien aufscheinen, nimmt auch das Interesse an Ökostrom und die damit verbundene Wechselbereitschaft vieler Kunden ab. Zu diesem Schluss kommt eine heute, Mittwoch, vorgestellte Branchenerhebung des Verbraucherportals Verivox http://verivox.de . Trotzdem machen Ökostromtarife bereits mehr als 50 Prozent aller Anfragen bei den Heidelbergern aus. Wechselwillige sollten jedoch auf Gütesiegel achten.

Ökostrom trotzdem gefragt

"Die Wechselbereitschaft der Kunden beim Strom liegt für das abgelaufene Kalenderjahr im Schnitt bei 7,2 Prozent und hängt vor allem in Deutschland von der Debatte um verlängerte Laufzeiten für die Atomkraftwerke ab", unterstreicht Verivox-Sprecher Jürgen Scheurer auf Nachfrage von pressetext. Bei der Katastrophe von Fukushima sei dieser Effekt deutlicher als jemals zuvor zutage getreten. Dies spiegelt sich auch in den Verbraucheranfragen wider.

Im vergangenen Jahr bezog sich jede dritte Anfrage an Verivox für Unterlagen zum Wechsel des Stromanbieters auf einen Ökostromtarif. Die Diskussion um die Laufzeitverlängerungen für Meiler in Deutschland heizte diesen Anteil bereits im Januar und Februar dieses Jahres an. Erstmalig überwogen die Anfragen für Ökostrom (58 Prozent) die Anzahl der Interessenten für herkömmlichen Strom (42 Prozent). Nach Fukushima stieg die Ökostromnachfrage stark.

Gütesiegel beim Umsatteln beachten

Auch wenn der Anteil der Anfragen nach einem Ökostromtarif im April 2011 mit 80 Prozent seinen Höhepunkt erreicht hat, nimmt die ökologische Begeisterung nun wieder allmählich ab. Im Zuge der abflauenden medialen Berichterstattung reduzierte sich der Ökostromanteil der Anfragen deutlich auf 62 Prozent. Im Juni ist eine weitere Absenkung auf 55 Prozent zu beobachten. Dieser Wert entspricht dem nachgefragten Anteil vom Beginn dieses Jahres.

"Anfragen für Ökostromtarife mit Gütesiegeln nehmen einen größeren Anteil ein als bisher. Diese Entwicklung ist zu begrüßen. Denn der Begriff Ökostrom ist nach wie vor ungeschützt in Verwendung", sagt Scheurer im pressetext-Gespräch. Verbraucher sollten daher achtsam sein. Entsprechende Gütesiegel seien wichtig, wenn Kunden zum Ausbau der erneuerbaren Energien beitragen wollen. Viele Ökostromtarife garantieren nur die Herkunft des Stromes, was jedoch keinen ökologischen Zusatzwert hat. Denn Siegel seien mit Anforderungen verbunden.

(Ende)
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