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pte20050818039 Medizin/Wellness, Bildung/Karriere

Wer lange arbeitet, lebt gefährlich

US-Studie: Stress und Müdigkeit machen mürbe


Boston (pte039/18.08.2005/15:54) - Wer zu lange arbeitet, lebt nach einer Studie US-amerikanischer Forscher gefährlich. Die Unfallgefahr steigt nämlich mit der Zahl der Überstunden rapide an, berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk . Das Risiko steigt, berichten die Forscher um Allard Dembe um 61 Prozent, wenn die Normal-Arbeitszeit überschritten wird.

Wer mehr als 12 Stunden täglich arbeitet, lebt tatsächlich gefährlich, denn das Risiko sich zu verletzten oder krank zu werden, steigt um 23 Prozent. Das ergab jedenfalls die Untersuchung von mehr als 110.000 Arbeitsperioden im Zeitraum zwischen 1987 bis 2000. Eine Arbeitsperiode ist der Zeitraum, in dem ein Arbeitnehmer bei einer Firma beschäftigt ist. Wenn nach dieser Methode gezählt wird, ist es möglich, dass einige Arbeitnehmer mehrfach genannt werden. Dembe hat festgestellt, dass die Gefährdung nicht mit der Tätigkeit per se zu tun hatte. "Die Studienresultate machen deutlich, dass die Gefahr von alltäglichen Tätigkeiten und vom Stress ausgeht", berichtet der Experte im Fachmagazin Occupational and Environmental Health http://oem.bmjjournals.com .

Anhand der Aufzeichnungen des Forscherteams konnten 5.139 arbeitsbedingte Verletzungen und Krankheitsfälle festgestellt werden. Darunter waren stressbedingte Krankheiten, Verbrennungen, Schnitt- und Muskelverletzungen. Mehr als die Hälfte der Erkrankungen passierte in Jobs, in denen lange gearbeitet wurde. Daraus zogen die Forscher den Schluss, dass zu viele Überstunden die Verletzungsgefahr wesentlich erhöhte.

Ein Regulativ wie das von der EU geforderte Maximalarbeitslimit von 48 Wochenstunden in der so genannten EU-Arbeitszeitrichtlinie sei zu begrüßen. Nach Erhebungen arbeiten in Großbritannien 14 Prozent der aktiven Beschäftigten - das sind 3,6 Millionen - mehr als 48 Stunden pro Woche. Nach der Erhebung des so genannten Arbeitsklimaindex 2004, durchgeführt von der Arbeiterkammer Oberösterreich, haben 18 Prozent der Arbeitgeber angegeben, mehr als 45 Stunden pro Woche zu arbeiten. 17 Prozent geben an zwischen 40 und 45 Stunden zu arbeiten.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
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