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pte20191120001 Forschung/Entwicklung, Bildung/Karriere

USA: Großverdienerinnen stressen Männer

Traditionelle Geschlechternormen wirken sich langfristig negativ auf die Gesundheit aus


Ehepaare: Einkommen setzt Männer unter Druck (Foto: pixelio.de, S. Hofschlaeger)
Ehepaare: Einkommen setzt Männer unter Druck (Foto: pixelio.de, S. Hofschlaeger)

Bath (pte001/20.11.2019/06:00) - Ehemänner in den USA sind laut einer Studie der University of Bath http://bath.ac.uk am wenigsten gestresst, wenn ihre Frauen nur bis zu 40 Prozent des Haushaltseinkommens verdienen. Allerdings steigt dieser Stress mit der Zunahme des Einkommens der Ehefrauen und ist am größten, wenn die Männer finanziell vollständig von ihren Partnerinnen abhängig sind.

6.000 Paare interviewt

Für die Studie haben die Experten die Daten von über 6.000 heterosexuellen Paaren in den USA über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren ausgewertet. Die Ehemänner sind am meisten besorgt, wenn sie alleine für den Lebensunterhalt aufkommen müssen. Ihr Stress nimmt ab, wenn das Einkommen der Frauen 40 Prozent des Haushaltseinkommens erreicht. Übersteigt das Einkommen der Frauen diesen Punkt, zeigen die in "Personality and Social Psychology Bulletin" veröffentlichten Ergebnisse, dass der Stress der Ehemänner schrittweise wieder zunimmt.

Laut der Forschungsleiterin Joanna Syrda legen diese Ergebnisse nahe, dass die sozialen Normen und die traditionellen Konventionen über den Mann als denjenigen, der für den Broterwerb zuständig ist, eine Gefahr für die Gesundheit der Männer darstellen können. Eindeutig sichtbar wird auch, wie stark und hartnäckig die Normen bei den Geschlechtsidentitäten sind. Anhaltende Verzweiflung könne zu einer ganzen Reihe an Gesundheitsproblemen wie körperlichen Erkrankungen, aber auch zu psychischen, emotionalen und sozialen Problemen führen.

Psychische Belastungen

Die Studie zeigte laut Syrda auch, dass Ehemänner nicht unter psychischen Belastungen litten, wenn die Frau auch vor der Hochzeit über ein höheres Einkommen verfügte. Zahlen des Pew Research Centre http://pewresearch.org belegen, dass 1980 nur 13 Prozent der verheirateten Frauen mehr verdienten als ihre Männer. 2017 war dieser Prozentsatz auf fast ein Drittel angestiegen. Es gilt als wahrscheinlich, dass dieser Trend weiter bestehen wird.

Die erhöhte psychologische Belastung, die mit der wirtschaftlichen Abhängigkeit der Männer einhergeht, kann auch konkrete Ängste mit sich bringen, wenn es zum Beispiel um die Verhandlungsposition bei einer befürchteten oder anstehenden Scheidung und damit eines Verlustes des wirtschaftlichen Status geht. "Diese Auswirkungen sind bei Paaren, die zusammenleben, stärker ausgeprägt. Das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass hier auch die Wahrscheinlichkeit einer Trennung höher sein dürfte."

Zusätzlich besteht auch bei der Beurteilung von Frauen und Männern eine Ungleichheit in Bezug auf die eigene psychologische Belastung und jene des Partners. Die Studienteilnehmer wurden ersucht, den Stress mit Begriffen wie Traurigkeit, Nervosität, Ruhelosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Wertlosigkeit oder das alles zu einer Anstrengung wurde, zu beschreiben.

Die Männer beurteilten dabei ihre psychische Gesundheit positiver als diese von ihren Frauen beurteilt wurde. "Das könnte auch auf die Geschlechternormen zurückzuführen sein. Wenn männliche soziale Rollen das Eingestehen der Verletzlichkeit ausschließen, dann sind Männer eher geneigt, ihre Symptome bei Stress und Depressionen zu verbergen." Dies habe allerdings auch zur Folge, so Syrda, dass die Beurteilungen der Frauen weniger genau sein können.

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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