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pte19971115004 in Business

TV: Lieber Porno- als Wetterkanal

Jeder zweite für Ausstrahlung von Beate Uhse-Filmen


Hamburg (pte) (pte004/15.11.1997/18:37)

Immer mehr Deutsche sind für die Ausstrahlung von Porno-Filmen im Fernsehen. Zu diesem Ergebnis kommt die quartalsweise durchgeführte Repräsentativ-Umfrage des Emnid-Instituts im Auftrag des Fernsehmagazins TV Today. 48,1 Prozent sind dafür, daß Pornofilme wie zum Beispiel von Beate Uhse im TV-Programm empfangen werden können. Davon wollen ihnen 13,2 Prozent den Zugang in frei empfangbare Sender ermöglichen, und 34.9 Prozent hätten nichts dagegen, wenn sie in Abo-Sendern wie Premiere laufen würden.

Damit ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung festzustellen: 1996 sprachen sich 32,2 der Zuschauer für eine Aufhebung des gesetzlichen Porno-Verbots aus (13,8 Prozent waren für Pornos im Free-TV, gegenüber 18,4 im Pay-TV). Auf relativ geringes Zuschauerinteresse stoßen dagegen Soft-Pornos: Nur 32 Prozent finden sie stimulierend, während 31,3 Prozent solchen Produktionen nichts abgewinnen können. 16,8 Prozent der TV-Konsumenten halten sie sogar für abstoßend.

Umstritten sind Sex-Themen in Talk-Shows am Nachmittag: Die relative Mehrheit (36,9 Prozent) hält sie für jugendgefährdend, gegenüber 21,7 Prozent, die sie unbedenklich finden. 27,7 Prozent sehen darin einen Beitrag zur Aufklärung. (w&v-online)

* Interesse an Wetterkanal eingeschränkt *
Über das Wetter reden alle, dem Wetterkanal im Fernsehen zeigen aber sechs von zehn TV-Zuschauern (59 Prozent) die "kalte Schulter". Das ergab eine Repräsentativ-Umfrage der Programmzeitschrift "TV Hören und Sehen". Das Blatt wollte auch wissen, auf welche der kleineren Fernsehsender die Zuschauer verzichten könnten. In der Flop-Liste folgen nach dem Wetterkanal mit jeweils 57 Prozent tm3 und der Kulturkanal arte. Etwas geringer ist das Desinteresse an 3sat und n-tv ab (jeweils 46 Prozent) sowie an super RTL (45 Prozent). Auf RTL2 können immerhin noch 35 Prozent verzichten, auf Kabel 1 (31 %) und VOX (30 %). Befragt wurden 1087 Personen zwischen 16 und 60 Jahren. (horizont) (Ende)
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