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Mediabox

pts20210225057 Politik/Recht, Kultur/Lifestyle

Toleranzgespräche 2021 im Zeichen der "Fairness"

Landeshauptmann Peter Kaiser präsentiert Tagungsprogramm in Klagenfurt


Wien/Klagenfurt (pts057/25.02.2021/16:30) - Die Europäischen Toleranzgespräche vom 19. bis 22. Mai 2021 in Fresach sind dem Thema "Fairness - Die neue Globalisierung" gewidmet. Landeshauptmann Peter Kaiser sagte bei der Programmvorstellung am Donnerstag in Klagenfurt, dass es gerade jetzt Fairness und Gerechtigkeit brauche, wenn es um die Bewältigung der Corona-Folgen geht. Für 2021 konnten die Organisatoren erstmals die Arbeiterkammer Österreich als Kooperationspartner gewinnen. http://www.fresach.org

"Europa hat gleich zwei Krisen zu bewältigen: zuerst die Pandemie und dann ihre sozialen und wirtschaftlichen Folgen", sagte der Kuratoriumsvorsitzende Hannes Swoboda. "Da müssen Fairness und Toleranz einen hohen Stellenwert haben."

Fairness habe nicht nur mit Haltung, sondern auch mit Sehnsucht zu tun, ergänzte Superintendent Manfred Sauer vom Denk.Raum.Fresach. "Wir wünschen uns alle von anderen, von unseren Freunden, vom Arbeitgeber, von der Politik und überhaupt von der Welt da draußen fair, gerecht und anständig behandelt zu werden."

Gerda Sandriesser, Vizebürgermeisterin der Stadt Villach, eine der Hauptsponsoren der Toleranzgespräche, meinte, dass es in der Politik grundsätzlich um anständiges Verhalten und eine gerechte und ehrliche Haltung gegenüber Menschen gehen muss. "Die Politik sollte sich dafür stark machen, gleiche Bedingungen für alle zu schaffen. Das bedeutet aber auch, nicht immer nachzugeben oder immer die eigenen Interessen und Meinungen zurückzustecken. Fairness ist auch, die Waage zu halten zwischen konsequenter Interessensdurchsetzung und Rücksichtnahme, um dadurch Ziele zu erreichen und Entscheidungen zu treffen."

40 internationale Denker*innen in Fresach

40 internationale Philosophen, Religionsexpert/innen, Ökonomen und Literat/innen nehmen in der Pfingstwoche an den Vorträgen, Diskussionen und Workshops in Fresach und Villach teil, darunter große Namen wie Zeit-Chefredakteur a.D. Roger de Weck, die Frauenrechtlerin Seyran Ates aus Berlin, Versicherungsmathematiker Herbert Lüthy aus Zürich, die Islamwissenschafterin Fatma Akay-Türker oder der Rabbiner Schlomo Hofmeister aus Wien. Eines der Highlights ist ein Tischtennis-Match des deutschen Weltmeisters und Paralympics-Sieger Jochen Wollmert.

Literatur erlebbar machen

Die Literatur wird in Fresach erlebbar gemacht im Rahmen des Poetry Festivals und durch poetische Interventionen von Mitgliedern des Österreichischen PEN, Partner und Mitstreiter seit Beginn der Europäischen Toleranzgespräche. So werden die Poetin und Performerin Saba Kidane aus Eritrea, die Lyrikerin und Tapisserie-Künstlerin Franka Lechner, die Poetinnen Sarita Jenamani und Lorena Pircher, die Kulturanthropologin Ingrid Thurner, die Sprachforscherin Elisabeth Schrattenholzer und die Politologin/Historikerin Marion Wisinger zu Wort kommen.

Frischer Geist zu Pfingsten

Die Toleranzgespräche finden in der Pfingstwoche statt und bestehen aus zwei Veranstaltungen in der Fachhochschule Villach (19.5.). Das Jugendforum wird sich mit Fairness als Grundlage erfolgreicher Persönlichkeitsentwicklung befassen, das Tourismusforum mit "Fair Business" und neuen Spielregeln für das globale Reisen.

Das Generalthema "Fairness - Die neue Globalisierung" wird am zweiten Tag (20.5.) in Fresach aufgearbeitet - literarisch wie politikwissenschaftlich und religions-philosophisch. Das Wirtschaftsforum am dritten Tag (21.5.) geht der Frage nach, ob man Fairness mathematisch ermitteln kann und wie gerecht Globalisierung ist. Am Nachmittag steht ein Blick in die Zukunft mit dem Futurologen Max Thinius an.

Das Tagesprogramm wird begleitet von einer Sonderausstellung im Evangelischen Museum und dem abendlichen Poetry Slam (21.5.) mit der Fragestellung: "Wozu überhaupt Fairness?" Im historischen Bethaus laufen indessen Video-Zuspielungen von internationalen PEN-Autorinnen und Autoren in ihrer jeweiligen Sprache.

Fairness im Wortlaut - Zitate der Kooperationspartner:

"Der Begriff der Fairness mag uns europäischen Wohlstandsbürgern als erstrebenswerte Tugend erscheinen, im Leben der meisten Menschen hat er keine Bedeutung. Wer sich der Fairness als Phrase der Verblendung nicht mehr bedient, wird die Stimmen der Welt hören, sie erzählen uns anderes. Daher lässt der PEN als internationale Autor*innenvereinigung die Kolleg*innen aus jenen Regionen zu Wort kommen, die am Rand der Welt liegen. Erst ein ebenbürtiges Miteinander - und nicht das Gewähren von Fairness als Makulatur der Ungleichheit - die Verwirklichung der Demokratie des Geistes, lässt alle Menschen zu Wort kommen, damit sie auf gleicher Augenhöhe Ant-Worten geben und Ver-Antwort-ung in Selbstbestimmung tragen können. Dann erst kann von Fairness die Rede sein." (Helmuth A. Niederle, Präsident des PEN-Club)

"Chancengerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit, gerechte Beurteilung - das sind Schlagworte, die das Bildungssystem seit Jahrzehnten vor sich herträgt ohne zu einer Lösung zu kommen. Österreich ist noch immer ein Land, in dem Bildung vererbt wird, die Pandemie macht diese Ungleichverteilung nur sichtbarer. Vielleicht sollte man sich von den Begriffen verabschieden und dafür faire Lebenschancen, faire Bildungszugänge und faire Beurteilungen verwenden, denn über Gerechtigkeit können wir streiten, aber alle haben ein Gespür, was unfair oder unangemessen ist. Gerechtigkeit schert über den Kamm, Fairness achtet auf Unterschiede. Und diese Achtsamkeit und einen von Wertschätzung, Respekt und Solidarität geprägten Blick werden wir brauchen, wenn wir Schüler*innen unterschiedlichster Herkunft, Lebensbedingungen und Ausgangslagen nicht nur durch die Einschränkungen der Pandemie sondern in eine positive Zukunft führen wollen." (Dr. Marlies Krainz-Dürr, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Kärnten)

Die 7. Europäischen Toleranzgespräche 2021 werden von zahlreichen Institutionen gefördert, u.a. Stadt Villach, Land Kärnten, Außenministerium, Kunstministerium und Evangelischer Kirche. Zur Realisierung des Programms ist der Denk.Raum.Fresach auf Zuwendungen, Firmenpartnerschaften und Mitgliedschaften angewiesen. Vereins- und Spendenkonto: Raiffeisenbank Landskron: IBAN AT14 3938 1000 0006 2836.

Weitere Informationen: http://www.fresach.org | Fotos ab Freitag, 26.2., auf: http://www.fotodienst.at

Pressekontakt: Dr. Wilfried Seywald, presse@fresach.org, Tel.: 0699 1 811 4006

(Ende)
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