Testosteron und Ernährung für Leber bedeutsam
Ungesunde Lebensführung trägt laut Osaka Metropolitan University zur Ansammlung von Fett bei
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Mann: 40 Prozent von ihnen haben Probleme mit der Leber (Foto: pixabay.com, Engin Akyurt) |
Osaka (pte014/11.03.2026/10:30)
Niedrige Testosteronwerte sowie schlechte Ernährung verschlimmern bereits vorhandene Erkrankungen. Ein Beispiel dafür ist die stoffwechselbedingte Leberkrankheit (MASLD). Derzeit sind weltweit 40 Prozent der Männer davon betroffen. Eine Fettleber, das Anfangsstadium von MASLD, steht mit Risikofaktoren wie Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes, verringerten Testosteronwerten und einem hohen Konsum an Fruchtzucker in Zusammenhang, so Forscher der Osaka Metropolitan University.
Studie mit Mäusen
Das Team hat sich mit dem verringerten Testosteron und einem hohen Konsum von Fruktose auf zwei konkrete Faktoren konzentriert. Hiroki Takahashi und Naoki Harada haben die Auswirkungen auf die Leber untersucht. Acht Wochen alte männliche Mäuse wurden kastriert oder nur scheinbar operiert und in sechs Gruppen aufgeteilt. Zu den Testosteronwerten und dem Fruktosekonsum wurden auch Antibiotika bei den verschiedenen untersuchten Kombinationen berücksichtigt. Zusätzlich ist eine Analyse von Leberzellen, Gewebe, Plasma, organischen Säuren im Blinddarm und Proben der Darmikrobiota, also der Darmflora, durchgeführt worden.
Den Ergebnissen der Untersuchungen nach hat bei kastrierten Mäusen mit der Aufnahme von Fruktose das Gewicht der Leber zugenommen. Bei der Behandlung mit Antibiotika verringerte sich das Gewicht dieses Organs. Jeder Faktor allein führte zu einer leichten Veränderung der Triglyceridwerte in der Leber. Wurden die beiden Faktoren kombiniert, trugen sie synergistisch zur Ansammlung von Fett in diesem Organ bei und verschlechterten eine bestehende Fettleber. Kastrierte Mäuse mit einer Aufnahme von Fruktose wiesen zudem Anzeichen einer veränderten Zusammensetzung der Darmmikrobiota und der Genexpression der Leber sowie erhöhte Werte der Pyruvate des Blinddarms auf.
Neue Medikamente
Laut Takahashi führen Veränderungen der Darmmikrobiota zu erhöhten Werten der Pyruvate im Darm. Experimente mit abgeleiteten primären Hepatozyten ergaben bei den Mäusen, dass Pyruvat mit Fruktose synergetisch agiert, um eine Anhäufung von Neutrallipiden zu fördern. Harada und sein Team wollen in einem nächsten Schritt den Mechanismus untersuchen, durch den Pyruvat die übermäßige Einlagerung von Triglyceriden unterstützt. Damit soll auch die Entwicklung neuer Medikamente ermöglicht werden. Die Forschungsergebnisse sind im "American Journal of Physiology-Endocrinology and Metabolism" nachzulesen.
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