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25.09.2020 - 06:10 | pressetext.redaktion
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pte20191213002 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Therapie für Bauchspeicheldrüsenkrebs in Sicht

Krebszellen konnten im Labor dank Tests mit der Blume Uvaria grandiflora abgetötet werden


Tropf: Suche nach neuen Ansätzen in Krebstherapie (Foto: pixelio.de, NicoLeHe)
Tropf: Suche nach neuen Ansätzen in Krebstherapie (Foto: pixelio.de, NicoLeHe)

Bath (pte002/13.12.2019/06:05) - Ein internationales Forscher-Team unter der Leitung der University of Bath http://bath.ac.uk hat drei wirkstoffähnliche Moleküle hergestellt, die von einer Chemikalie inspiriert sind, welche in der tropischen Blume Uvaria grandiflora enthalten ist. Die Experten hoffen, dass die in "ChemMedChem" veröffentlichten Ergebnisse einen Beitrag zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs leisten.

Diagnose oft zu spät

Uvaria grandiflora wächst in Malaysia, Indonesien, Thailand und auf den Philippinen. Die Studie zeigt, dass alle drei Moleküle Bauchspeicheldrüsenkrebs-Zellen in einer Petrischale abtöten. Zwei töteten sie dabei effektiver ab als das originale Grandifloracin-Molekül. Da Bauchspeicheldrüsenkrebs nur wenige Symptome verursacht, erkennen viele Patienten erst, dass sie betroffen sind, wenn sich der Krebs bereits auf andere Organe ausgebreitet hat. Diese Krebsart ist auch sehr schwer zu behandeln, da die Tumore über eine Resistenz gegen viele Medikamente verfügen.

Die in Zusammenarbeit mit der University of Toyama http://www.u-toyama.ac.jp/en entwickelten Moleküle könnten daher einen wertvollen Beitrag bei der Behandlung dieser Krankheit leisten. Erste Medikamententests mit Patienten sollen aber erst in mehr als in fünf Jahren stattfinden. Laut Simon Lewis von der University of Bath ist Bauchspeicheldrüsenkrebs besonders aggressiv und rasch wachsend. Daher entwickelten sich die Tumore schneller als die Blutgefäße, die sie mit Nährstoffen versorgen.

Krebszellen sterben ab

Das führt zu einem Mangel an Nährstoffen, der bei normalen Zellen ein Absterben zur Folge hat. Die Krebszellen überstehen diese Bedingungen jedoch und wachsen weiter. "Die Moleküle, die wir jetzt entwickelt haben, nehmen den Krebszellen diese Fähigkeit und sie sterben ab", unterstreicht Lewis. Zellen mit einer normalen Nährstoffversorgung seien davon jedoch nicht betroffen und blieben am Leben.

(Ende)
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