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18.01.2022 - 11:30 | pressetext.redaktion
18.01.2022 - 06:10 | pressetext.redaktion
17.01.2022 - 14:00 | pressetext.redaktion
pte20190503003 Unternehmen/Wirtschaft, Bildung/Karriere

Streit unter Gründern endet oft im Buy-out

Uneinigkeit über Ausrichtung des Unternehmens ist in den meisten Fällen der Hauptgrund


Streit: Mitgründer verlassen oft Firma (Foto: pixabay.com, mohamed_hassan)
Streit: Mitgründer verlassen oft Firma (Foto: pixabay.com, mohamed_hassan)

London/Düsseldorf (pte003/03.05.2019/06:10) - Fast die Hälfte der Unternehmensgründer in Großbritannien zerstreiten sich früher oder später mit ihren Partnern und müssen deren Anteil ausbezahlen. Grund dafür sind meistens Uneinigkeiten darüber, welche Richtung das Unternehmen einschlagen soll, wie eine Studie des Risikokapitalgebers Fuel Ventures http://fuel.ventures zeigt.

Streit über Ausrichtung

"Uneinigkeiten zwischen Gründungspartnern können immer vorkommen. Jeder Fall ist aber sehr individuell. Bei jedem Gründungsvorhaben ist die Zusammensetzung des Teams ein großes Thema", sagt Peter Schmitt, Partner und Gründungsberater bei Limburg Consulting https://meine-gruendungsberatung.de , gegenüber pressetext. Laut Schmitt gibt es bei der Gründung unterschiedliche Phasen. In der frühen Phase kümmern sich alle Gründer um alles, es gebe nicht viel zu verteilen. Wenn die ersten größere Hürden auftreten oder die Erwartungen nicht erfüllt würden, werfe das die Frage nach den Gründen auf und das Team könne einer davon sein.

Für die Studie wurden mehr als 3.000 Gründer und Mitgründer von Unternehmen in Großbritannien befragt. Fast die Hälfte (43 Prozent) gab an, sich schon einmal mit einem Mitgründer zerstritten und dessen Anteile aufgekauft zu haben. Bei 71 Prozent davon lag der Grund bei Uneinigkeiten über die Marschrichtung des Unternehmens. Bei fast allen kam die Trennung aufgrund eines spezifischen Streits, der nach einer längeren Zeit der Unruhe im Gründungsteam ausbrach.

Klaren Plan definieren

Schmitt zufolge könnten Streitigkeiten und Probleme entstehen, weil die Gründer zu wenig heterogen aufgestellt sind. Es könnten alle aus dem gleichen Fach kommen und in anderen Bereichen weniger gut aufgestellt sein. "Aber auch in heterogenen Teams können Spannungen auftreten. Hier ist besonders eine vorausschauende Formulierung der Gesellschaftsverträge wichtig. Damit schafft man Strukturen für schlechtere Zeiten", so Schmitt.

Fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten haben nicht vor, je wieder ein Unternehmen zu gründen. Von denen, die es wieder versuchen würden, würden 81 Prozent das nur mit jemandem tun, den sie sehr gut kennen. 53 Prozent meinten, sie hätten bei der Gründung einen Partner gebraucht, weil sie sich sonst unsicher gefühlt hätten. Fuel Ventures schlägt als Gegenmaßnahme vor, vor der Gründung einen klaren Business-Plan zu definieren, immer mit dem Partner zu kommunizieren und Bedenken zu äußern sowie einen dritten Mitgründer oder stillen Teilhaber in Erwägung zu ziehen, der Streitigkeiten lösen kann.

(Ende)
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