Sozialbegräbnis in Niederösterreich: Lichtblick kritisiert realitätsferne Finanzierung und warnt vor Systemversagen
Neulengbach/St. Pölten (pts009/29.01.2026/09:25)
Lichtblick Bestattung schlägt Alarm: Sozialbegräbnisse in Niederösterreich werden mit einer maximalen Kostenübernahme von 1.999,61 Euro aus Grundversorgungsmitteln abgegolten – eine Summe, die mit der Realität nichts mehr zu tun hat.
Wer? Betroffene Angehörige, Gemeinden und ausführende Bestatter.
Was? Ein System, das rechnerisch nicht aufgeht.
Wo? In Niederösterreich.
Wie? Durch eine massive Unterfinanzierung.
Warum? Weil gesetzliche Gebühren und Fixkosten die zur Verfügung stehenden Mittel fast vollständig aufbrauchen.
Laut Bewilligungstext der zuständigen Koordinationsstelle können Begräbniskosten bis maximal 1.999,61 Euro übernommen werden. Darin enthalten sein sollen unter anderem Abholung des Verstorbenen, Einäscherung, Überführung auf einen Friedhof, ein Sarg, Aufbahrung, Kühlung, Einsegnungshalle, Friedhofsgebühren sowie die Auslagen für Sterbeurkunde und Totenbeschau.
Ein Blick auf die tatsächlichen Kosten zeigt jedoch ein drastisches Missverhältnis: Allein die Gebühren außerhalb der eigentlichen Bestattungsleistung belaufen sich auf rund 1.800 Euro. Dazu zählen etwa die Totenbeschau mit 144 Euro, die Liegegebühr im Krankenhaus mit 231 Euro, Friedhofsgebühren von rund 1.000 Euro sowie die Einäscherung mit etwa 400 Euro.
"Rechnet man diese unvermeidbaren Fixkosten zusammen, bleiben rund 199 Euro für den gesamten Bestatterauftrag", erklärt Jörg Bauer von Lichtblick Bestattung. "Für Sarg, Abholung, Organisation, Personal, Fahrzeuge, Administration und Verantwortung. Das ist keine Herausforderung – das ist eine Unmöglichkeit." Selbstverständlich müssen von diesem Budget auch noch die
Lichtblick spricht offen aus, was viele nur hinter vorgehaltener Hand sagen: Mit dieser Finanzierung wird das Sozialbegräbnis faktisch auf dem Rücken der Bestatter ausgetragen. Entweder sie arbeiten massiv unter Selbstkosten – oder sie müssen Leistungen kürzen, die eigentlich zur Würde eines Abschieds gehören sollten.
Besonders brisant ist der Vergleich mit Wien, wo für Sozialbegräbnisse laut Internet (eine Antwort der MA15 in der Sache gibt es nicht) bereits 2.900 Euro zur Verfügung stehen. "Es ist nicht erklärbar, warum ein Menschenleben an der Landesgrenze plötzlich weniger wert sein soll", so Bauer. "Die Unterschiede sind politisch gemacht – und sie sind nicht haltbar."
Lichtblick fordert daher eine sofortige Anpassung der Finanzierung in Niederösterreich an die realen Kosten und zumindest eine Angleichung an das Wiener Modell. Ein Sozialbegräbnis darf keine Rechenübung auf Kosten von Würde, Qualität und Menschlichkeit sein. "Wer von Würde im Tod spricht, muss sie auch finanzieren", bringt es Bauer auf den Punkt. "Alles andere ist Heuchelei."
Über Lichtblick Bestattung
Lichtblick Bestattung ist ein unabhängiges, österreichisches Bestattungsinstitut mit einer klaren Haltung: Der Tod ist Teil des Lebens – und der Abschied darf niemals entwürdigend sein. Lichtblick setzt sich für Transparenz, faire Rahmenbedingungen und echte Wahlfreiheit ein, begleitet Menschen mit Zeit, Respekt und Klarheit und mischt sich dort ein, wo Systeme auf Kosten der Schwächsten versagen. Wo andere wegsehen, schaut Lichtblick genau hin.
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