pte20260212001 in Business

Sicherheit am Arbeitsplatz hängt vom CEO ab

Katastrophenerfahrene Manager legen laut Analyse der Concordia University mehr Wert darauf


Hurrikan: Katastrophen prägen die Sicherheitsphilosophie von CEOs (Bild: pixabay.com)
Hurrikan: Katastrophen prägen die Sicherheitsphilosophie von CEOs (Bild: pixabay.com)

Montreal (pte001/12.02.2026/06:00)

CEOs und Chefs, die in ihrer Kindheit oder Jugend Naturkatastrophen wie Erdbeben, Stürme oder Überschwemmungen überlebt haben, sorgen in ihren Unternehmen für Arbeitsplätze mit geringer Unfallgefahr. Laut der US-Arbeitsschutzbehörde (OSHA) verzeichnen diese Firmen weniger arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen als Unternehmen, die von unbelasteten Führungskräften geleitet werden. Das zeigt eine Analyse eines Teams um Michel Magnan von der Concordia University.

Soziale und wirtschaftliche Folgen

Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer wichtig und hat erhebliche soziale und wirtschaftliche Auswirkungen: Zahlen der OSHA und des National Safety Council zeigen, dass es im Jahr 2023 mehr als 2,6 Mio. Arbeitsunfälle gab, die Kosten in Höhe von rund 176 Mrd. Dollar verursachten und für 103 Mio. Ausfalltage wegen Verletzungen sorgten.

Zunächst hat das Team 500 große US-Unternehmen identifiziert, die zwischen 2002 und 2011 im S&P 1500 Index gelistet waren. Die Forscher sammelten dann öffentlich zugängliche biografische Details über jeden einzelnen CEO, in der Regel von Unternehmens-Websites, Nachrichtenartikeln, öffentlichen Aufzeichnungen und Online-Datenbanken. Diese Daten umfassen das Geburtsjahr, den Geburtsort und die Bezirke, in denen die CEOs zwischen den erst fünf bis 15 Jahren lebten.

Signifikante Unterschiede

Nachdem die Forscher die erhobenen Infos mit einer Datenbank über Naturkatastrophen in den betreffenden Jahren abgeglichen hatten, korrelierten sie diese mit den Unfallstatistiken der jeweiligen Unternehmen. Fazit: In Unternehmen, die von CEOs mit Katastrophenerfahrung geführt wurden, wurden fast 24 Prozent weniger Mitarbeiter verletzt wurden. Das Ergebnis war robust und blieb auch nach Berücksichtigung von Unternehmensgröße, Branche, finanziellem Druck und Gewerkschaftsstärke sowie der Autorität des CEOs am Arbeitsplatz, seinem Geschlecht und seinem Alter konsistent.

Magnan merkt an, dass Katastrophenerfahrungen in jungen Jahren nicht unbedingt dazu führen, dass jemand ein besserer CEO wird. Die Studie zeige jedoch, wie Ereignisse in der Vergangenheit eines Managers dessen Verhalten beeinflussen können. Das ist mitunter für Vorstände, Investoren und politische Entscheidungsträger relevant, wenn sie sich mit der Sicherheit von Arbeitnehmern befassen, insbesondere in risikoreichen Branchen, so der Experte abschließend.

(Ende)
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