pte20090109008 in Leben
Sedative verdoppeln Sterberisiko bei Demenz
Scharfe Kritik an routinemäßiger Verschreibungspraxis
London (pte008/09.01.2009/10:00)
Britische Wissenschaftler haben die weit verbreitete Verschreibung von Sedativen an Demenz-Patienten in Großbritannien scharf kritisiert. Eine Studie unter der Leitung des King's College London http://www.kcl.ac.uk ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die langfristige Einnahme das Risiko eines frühen Todes verdoppelt. Rund 100.000 Briten in Pflegeheimen werden laut BBC routinemäßig antipsychotische Medikamente gegen Aggressionen und Ruhelosigkeit verschrieben. Die derzeitigen Richtlinien der Regierung gestatten die kurzfristige Verabreichung dieser Medikamente an Patienten, die schubweise unter derartigen Zuständen leiden. Die aktuellen Zahlen legen jedoch nahe, dass diese Medikamente zu häufig und durchschnittlich für die Dauer von ein bis zwei Jahren verabreicht werden. Details der Studie wurden in The Lancet Neurology veröffentlicht.
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