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pte20000314016 in Forschung

Roboter sorgt für saubere Werkstücksoberflächen

System mit Verschmutzungsdetektion sortiert fettige Werkstücke


Stuttgart (pte016/14.03.2000/11:30)

Gemeinsam mit den Firmen IMT Peter Nagler GmbH, Fellbach, und Robert Bosch GmbH, Stuttgart, hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) http://www.ipa.fhg.de/ ein Robotersystem entwickelt, das mit Fett kontaminierte Werkstücke während des Greifprozesses ausfindig machen und sortieren kann. Qualitätsbedingte Ausschusszahlen lassen sich damit erheblich reduzieren.

Seien es spanend gefertigte Werkstücke, die von Kühlschmierstoffen befreit werden müssen, bevor man sie lackieren kann oder Bauteile, auf denen eine flexible Dichtungsmasse haften soll: Nur wenn sie fettfrei und sauber sind, gehen die aufgebrachten Materialschichten mit den Metallteilen eine dauerhafte Verbindung ein. Bislang mussten Werkstücke für die Überprüfung der Oberflächenreinheit aus dem laufenden Produktionsprozess herausgenommen werden.

Gemeinsam mit den Firmen IMT Peter Nagler GmbH, Fellbach, und der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, hat das Fraunhofer IPA nun ein Robotersystem namens Scara-Roboters "SR 8" entwickelt, das produktionsbedingte Kontaminationen während des Greifprozesses online ausfindig macht und verschmutzte Werkstücke automatisch aussortiert. Qualitätsüberprüfungen von Reinigungsvorgängen können damit direkt am Bauteil und ohne Unterbrechung des Produktionsablaufs stattfinden. Auch qualitätsbedingte Ausschusszahlen lassen sich durch den Einsatz solcher intelligenter Automatisierungskomponenten deutlich verringern.

Der Roboter greift die Werkstücke vom bewegten Band. Das in den Robotergreifer integrierte neue Sensorsystem kann nun während des Greifprozesses die kreisringförmige Nut des Werkstücks auf fettige Kontaminationen überprüfen. Es bestrahlt die Nutoberfläche mit einer Luminiszenzdiode im Nahinfrarotbereich und detektiert die reflektierte Strahlung mittels einer Photodiode. Je nachdem, ob das Werkstück sauber oder verschmutzt ist, sortiert der Scara-Roboter die Werkstücke in das entsprechende Magazin. Das Sensorsystem kann Verschmutzungen sowohl im makroskopischen als auch im mikroskopischen Bereich detektieren. Informationen: Dipl.-Ing. Kai-Udo Modrich, IPA, E-Mail: kom@ipa.fhg.de (idw) (Ende)
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