Pille gegen Gicht senkt kardiovaskuläre Risiken
"Richtige Dosis" hilft laut internationer Forschungsarbeit gegen andere schwere Erkrankungen
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Geschwollener Fuß: Behandlung von Gicht bietet zusätzliche Vorteile (Foto: cnick, pixabay.com) |
Nottingham/London/Keele/Göteborg/Ancona (pte001/28.01.2026/06:00)
Richtig medikamentös eingestellte Gicht-Patienten erleiden weniger oft Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Das ist das Ergebnis einer Studie von Abhishek Abhishek von der University of Nottingham, an der weitere britischen, schwedische und italienische Forscher beteiligt gewesen sind.
Häufige Form von Arthritis
Gicht ist eine häufige Form von Arthritis, bei der Menschen einen hohen Harnsäurespiegel im Blut haben und sich Harnsäurekristalle in und um ihre Gelenke ablagern. Das führt zu plötzlichen Schüben von starken Gelenkschmerzen und Schwellungen. Gicht betrifft einen von 40 Erwachsenen in Großbritannien und der EU und ist mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden.
Tabletten wie Allopurinol, die in der richtigen Dosierung eingenommen werden, senken den Harnsäurespiegel im Blut und lösen Kristallablagerungen auf, sodass die Schmerzen dauerhaft enden oder zumindest seltener auftreten. Bisher war allerdings nicht bekannt, dass Harnsäuresenker auch kardiovaskuläre Risiken senken.
Groß angelegte Erhebung
"Richtige Dosierung" bedeutet, dass die Dosis des Medikaments so bemessen wird, dass der Harnsäurespiegel im Blut auf unter 360 Mikromol pro Liter (sechs Milligramm pro Deziliter) gesenkt wird. Das Team, dem Kollegen der Keele University, der London School of Hygiene & Tropical Medicine, der Universität Göteborg und der Università Politecnica delle Marche angehören, hat eine groß angelegte Studie durchgeführt.
Dabei haben die Wissenschaftler die Primärversorgungsdaten aus einer US-Datenbank mit Krankenhaus- und Sterblichkeitsdaten verknüpft. Die Daten stammten aus den Jahren 2007 März 2021. Die insgesamt fast 110.000 Teilnehmer waren mindestens 18 Jahre alt, hatten eine Gichtdiagnose und einen Harnsäurespiegel vor der Behandlung von über 360 Mikromol/l.
Das Team hat untersucht, ob innerhalb von fünf Jahren nach der ersten Verschreibung eines harnsäuresenkenden Medikaments ein schwerwiegendes kardiovaskuläres Ereignis - Herzinfarkt, Schlaganfall oder Tod aufgrund einer Herz-Kreislauf-Erkrankung - aufgetreten ist. Diese Gruppe hatte laut den Experten ein deutlich geringeres Risiko als die Kontrollgruppe, deren Harnsäurespiegel über dem Richtwert lag.
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