Pflanzenstrategie gegen Stress entschlüsselt
Forschungsprojekt der University of British Columbia ebnet den Weg für klimaresistente Sorten
![]() |
Pflanzen beim Sonnenuntergang: haben Strategie gegen Hitzestress (Foto: xDeathlyWolf93x/pixabay.com) |
Vancouver (pte001/13.03.2026/06:00)
Forscher der University of British Columbia wollen Pflanzen züchten, die sich mit cleveren Aktionen vor Hitze, Kälte, Wassermangel und anderem Stress schützen. Das Projekt ist vor dem Hintergrund des Klimawandels zu sehen, durch den die Zahl der Extremwetterereignisse ständig ansteigt, mit oft verheerenden Folgen für die Ernten und damit für die Ernährung der Menschen.
Wachstumspausen managen
Forschungsleiter Arif Ashraf und seine Doktorandin Olivia Hazelwood haben festgestellt, dass Pflanzen unter Stress ihr Wachstum vorübergehend einstellen und es fortsetzen, sobald sich die Bedingungen verbessern. Das hilft ihnen bei der Erholung. Im Labor haben die Forscher eine Modellpflanze Kälte- und Salzstress ausgesetzt und maßen dabei deren Wurzelwachstum. Anschließend testeten sie zwei Wildgräser, die mit Nutzpflanzen verwandt sind.
Bei allen drei Pflanzen haben die Botaniker ähnliche Reaktionen festgestellt. Da das Wurzelwachstum von der Zellteilung abhängt, hat Hazelwood diesen Prozess mit fluoreszenzmarkierten Proteinen unter die Lupe genommen - darunter auch, wie viele Zellen sich während und nach dem Stress aktiv teilten und wann bestimmte Proteine, die mit der Zellteilung in Verbindung stehen, aktiv waren.
Proteine halten die Balance
"Nachdem ich monatelang Tausende von Zellen beobachtet hatte, stellte ich fest, dass die Zahl bestimmter Proteine in den Zellen geringer wurde, wenn die Pflanzen Kälte-, Trockenheits- und Salzstress ausgesetzt waren. Doch als der Stress zu Ende war, dauerte es nur 24 Stunden, bis die Proteinmengen wieder den Normalzustand erreichten", unterstreicht Hazelwood.
Durch die Identifizierung der spezifischen Mechanismen, Signalwege und Gene, die an der Erholung der Pflanzen von Stress beteiligt sind, und durch den Nachweis, dass diese bei verschiedenen Pflanzenarten ähnlich sind, ist damit die Tür für die Züchtung und gentechnische Veränderung von Nutzpflanzen mit erhöhter Toleranz gegenüber Umweltstressoren weit geöffnet worden, heißt es abschließend.
(Ende)| Aussender: | pressetext.redaktion |
| Ansprechpartner: | Wolfgang Kempkens |
| Tel.: | +43-1-81140-300 |
| E-Mail: | kempkens@pressetext.com |
| Website: | www.pressetext.com |


