Neun von zehn Senioren für Digitalisierung im Gesundheitswesen
BITKOM-Befragung: Die Hälfte der Generation 65+ vereinbart Arzttermine inzwischen online
![]() |
Seniorin am Smartphone: Zunehmend beliebt für medizinische Hilfe (Foto: pixabay.com, Iffany) |
Berlin (pte019/03.02.2026/13:30)
92 Prozent der Seniorinnen und Senioren in Deutschland ab 65 Jahren befürworten die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Zu diesem Befund kommt eine jüngst veröffentlichte repräsentativen Befragung von 1.004 Personen ab 65 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands BITKOM. Über-80-Jährige sind dabei mit 95 Prozent positiver eingestellt als jüngere Ältere zwischen 65 und 69 Jahren mit 89 Prozent.
Mehr digitale Terminerinnerungen
Die Generation 65+ zeigt laut BITKOM auch konkret eine wachsenden Offenheit, digitale Angebote von Ärzten oder Krankenhäusern zu nutzen. So vereinbare die Hälfte von ihnen Arzttermine online. Vor fünf Jahren waren es erst 18 Prozent. Weitere 23 Prozent können sich das künftig vorstellen. 37 Prozent lassen sich Terminerinnerungen per SMS oder E-Mail schicken, vor fünf Jahren waren es nur 18 Prozent. Per E-Mail, Chat oder Messenger kommunizieren inzwischen 19 Prozent der Älteren mit dem Gesundheitspersonal. Weitere 51 Prozent können sich vorstellen, diesen Kanal in Zukunft zu nutzen.
Ob E-Rezept, Videosprechstunde oder neue Diagnosemöglichkeiten mittels Künstlicher Intelligenz – auch Ältere sehen digitale Gesundheitsangebote demnach als große Chance. "Digitale Gesundheitsangebote sind eine Grundvoraussetzung, um die Versorgung einer älter werdenden Gesellschaft zu sichern. Sie erleichtern den Zugang, ermöglichen eine engere Betreuung und eröffnen zudem neue Möglichkeiten in Diagnostik und Behandlung, während Praxen und Pflegekräfte entlastet werden", so BITKOM-Präsident Ralf Wintergerst.
Videosprechstunde mit Luft nach oben
41 Prozent der Über-65-Jährigen nutzen Online-Vergleichs- und Bewertungsportale für Arztpraxen. Vor fünf Jahren waren es lediglich zwölf Prozent. Telemedizinische Anwendungen wie Videosprechstunden werden bislang weitaus weniger genutzt, nämlich nur von sechs Prozent. Gleichzeitig gibt es großes Potenzial dafür, denn 41 Prozent können sich vorstellen, sie zukünftig zu nutzen. Telemedizinische Angebote wie Videosprechstunden oder die Kontrolle des Gesundheitszustandes aus der Ferne sparen Wege und Zeit. Wichtig ist, entsprechende Angebote konsequent auszubauen und Seniorinnen und Senioren, die noch unsicher in der Nutzung sind, gezielt beim Einstieg zu unterstützen", kommentiert Wintergerst abschließend.
(Ende)| Aussender: | pressetext.redaktion |
| Ansprechpartner: | Lutz Steinbrück |
| Tel.: | +43-1-81140-300 |
| E-Mail: | steinbrueck@pressetext.com |
| Website: | www.pressetext.com |


