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pte20250519002 in Forschung

Netflix lehrt wirtschaftliche Zusammenhänge

Filmpassagen vermitteln laut Forscher der University of British Columbia ganz nebenbei Fachwissen


Julien Picault: Forscher nutzt Netflix zur Wissensvermittlung an der Universität (Foto: ubc.ca)
Julien Picault: Forscher nutzt Netflix zur Wissensvermittlung an der Universität (Foto: ubc.ca)

Vancouver/Los Gatos (pte002/19.05.2025/06:05)

Mit Passagen aus Filmen des Streaming-Dienstes Netflix bringt Julien Picault, Professor für Didaktik am Fachbereich Wirtschaft, Philosophie und Politikwissenschaft der University of British Columbia Studenten Wirtschaftswissenschaften bei. Szenen aus Erfolgsserien wie "Narcos" und "Stranger Things" könnten Studenten helfen, komplexe wirtschaftliche Konzepte zu verstehen - von Kartellen und Marktkontrolle bis hin zu kreativer Zerstörung und Inflation, meint er.

Filmpassagen als Lehrmaterial

"Studenten schauen sich diese Inhalte ohnehin an. Unser Ziel ist es, sie dort abzuholen, wo sie stehen, und ihnen mithilfe kulturell relevanter Medien grundlegende Konzepte wie Opportunitätskosten, Angebot und Nachfrage oder moralisches Risiko zu erklären", sagt Picault. "EcoNetflix" nennt er die Online-Ressource. Sie enthält Lehrmaterialien, die auf verschiedenen Ausschnitten aus Netflix-Originalserien, Filmen und Dokus aus aller Welt basieren und klare Verbindungen zu grundlegenden und fortgeschrittenen wirtschaftlichen Konzepten herstellen.

In der beliebten Science-Fiction-Serie "Stranger Things" nutzen die Darsteller beispielsweise Walkie-Talkies, Telefonzellen und Kassettenrekorder. Heute ersetzt ein einziges Smartphone all diese Geräte. Dieser Wandel veranschauliche kreative Zerstörung, bei der neue Technologien alte Produkte überflüssig machten. Er werfe auch Fragen zu den Kosten auf. So stelle sich die Frage, ob es teurer wäre, jedes dieser Geräte einzeln zu kaufen, als ein Smartphone zu besitzen oder wie sich neue Produkte wie Smartphones auf die Messung der Inflation durch den Verbraucherpreisindex auswirken.

Drogenbarone und Kartellbildung

In der Krimiserie "Narcos", die auf der wahren Geschichte des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar basiert, gibt es eine Szene, in der Escobar sich mit rivalisierenden Drogenbossen trifft, um ihnen eine formelle Allianz vorzuschlagen. Er bietet an, die Geschäfte zu leiten, während die anderen Geld beisteuern und im Gegenzug an den Gewinnen beteiligt werden und Schutz erhalten. Dieses Verhalten wird als Kartellbildung bezeichnet und kontrolliert Preise und Wettbewerb.

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